Beste unter Nichtprofis

Inga und Wiebke Rodiek waren bei den Deutschen Straßen-Meisterschaften erfolgreich.

Radsport Straßen-Meisterschaften

Die größeren Radsportveranstaltungen konnten keine Rücksicht nehmen auf den frühen Beginn der Schulferien in Niedersachsen. So wurden am Wochenende die Deutschen Straßen-Meisterschaften ausgetragen. Die Frauen und Männer starteten in Chemnitz, der Nachwuchs in Lingen.
Am Sonnabend fuhren Inga und Wiebke Rodieck auf einem selektiven Kurs mit starker Besetzung ein tolles Rennen. Wiebke erwischte die wichtigste Gruppe des Tages, die fast ausschließlich von Profis gespickt war. Die 14 Fahrerinnen setzen sich schon nach drei Runden ab und fuhren einen großen Vorsprung heraus. Wiebke hatte zwischenzeitlich am Ende der Gruppe zu kämpfen, biss sich jedoch fest, was sich lohnen sollte: Am Ende wurde sie tolle Siebte und damit die beste Fahrerin als Nichtprofi. Gäbe es noch die getrennte Wertung in Profi und Amateure wäre sie Deutsche Meisterin geworden. Inga landete in einer Gruppe dahinter auf Platz 32.
Nachwuchsfahrer Ole Geisbrecht (U15) hatte bei seinem Meisterschaftsrennen in Lingen Pech. Er fühlte sich zu Beginn des Rennens so gut, daß er attackieren und sich vom Feld absetzen wollte. Leider riss ihm dabei die Kette, was eigentlich nicht passieren dürfte und mußte aufgeben. Neben Ole waren Silas Kuschla und Jasper Schröder bei dieser Meisterschaft am Start.
Die Männerfahrer Helge Mensching und Hendrik Eggers sind momentan in den Alpen unterwegs. Bei der Sieben-Etappen-Fahrt „TOUR Transalp 2017" mit knapp 100 startenden Teams liegen sie nach dem ersten Tag trotz Defekt gut im Rennen. Sie mußten bei strömendem Regen knapp 140 Kilometer mit harten Alpenpässen meistern und erreichten gemeinsam das Ziel. Das Rennen wurde in Sonthofen gestartet und führt über die Schweiz bis ins italienische Arco, am Gardasee in der Provinz Trient gelegen. Dabei sind insgesamt knapp 900 Kilometer und 18.000 Höhenmeter zu überwinden, so der Bericht von Walter Euhus.