Bester Stützpunkt Niedersachsens

Das Team Hannover-Land Ost (dunkelgrüne Hosen) hat beim Avacon-Cup-Finale nicht nur bei der Teamvorstellung eine gute Figur gemacht.

Ein bemerkenswerter Platz für Hannover-Land Ost

Die Endrunde des Avacon-Cups hat sich für einige Nachwuchskicker aus Langenhagen als ein echter Höhepunkt der Hallensaison entpuppt. Schon dass sie sich mit ihrem Stützpunkt-Team für das Finale der besten acht in der Karl-Laue-Halle in Barsinghausen qualifiziert hatten, war aller Ehren wert. Nach dem Ende der Veranstaltung durften alle zufrieden sein. Fabio Di Michele Sanchez, Tim Schustereit, Alexander Meeske (alle TSV Godshorn), Julian Schultheiß (SC Langenhagen), die Ex-Godshorner Amoro Diedhiou, Nico Bahrs, Gabriel Michalek, Jona Renner und Paul Bock (alle JFV Calenberger Land) sowie der ehemalige SCL-Goalgetter Baris Atalas (TSV Havelse) sicherten sich mit dem DFB-Stützpunkt Hannover-Land Ost hinter dem Bundesliga-Nachwuchs des VfL Wolfsburg einen bemerkenswerten zweiten Platz. „Insgesamt haben das die Jungs super gemacht“, lobte Per Michelssen, der Coach des Stützpunktes Hannover-Land Ost und zugleich NFV-Jahrgangstrainer. „Das ist ein toller Erfolg.“
Auf das Team Hannover-Land Ost wartete gleich zum Auftakt mit dem VfL Wolfsburg der Turnierfavorit. Dabei agierten die hoch veranlagten Youngster vom Stützpunkt Thönse allerdings viel zu defensiv, erlaubten den „Wölfen“ damit einen ruhigen Spielaufbau in Überzahl und zahlreiche Weitschusschancen. Dennoch unterlag die Mannschaft von Coach Michelssen aufgrund ihrer großen individuellen Qualitäten und ihres enormen Kampfgeistes nach zwölf hart umkämpften Minuten nur knapp und aufgrund des Chancenverhältnisses sogar etwas unglücklich mit 1:2. Für das Tor sorgte Alexander Meeske (TSV Godshorn). „Die Niederlage nehme ich zum Teil auf meine Kappe“, räumte der Trainer ein. Im zweiten Duell des ersten Tages machte das Michelssen-Team mit der Auswahl Rotenburg kurzen Prozess. Die Treffer teilten sich Nico Bahrs (2), Fabio Di Michele Sanchez (TSV Godshorn, 2) und Baris Atalas (TSV Havelse). Die dritte Partie gegen den Stützpunkt Helmstedt/Wolfsburg gewannen die Thönser zwar nur knapp mit 2:1, sie machten es sich aber zum Teil selbst unnötig schwer, weil sie mit ihren Möglichkeiten erneut zu fahrlässig umgingen. Dem 1:0 durch Fabio Di Michele Sanchez folgte lediglich ein Eigentor des Gegners, zu mehr Zählbarem reichte es nicht.
Der zweite Tag begann mit dem 0:0 gegen den Stützpunkt Braunschweig wenig verheißungsvoll. Wieder agierte die Mannschaft auffallend defensiv, doch zu einem Sieg hätte es angesichts der Fülle an klaren Möglichkeiten dennoch reichen müssen. „Dieses Spiel hätten wir gewinnen müssen“, konstatierte auch Coach Michelssen ehrlich. Seinen Schützlingen fehlte jedoch die nötige Kaltschnäuzigkeit. Da direkt im Anschluss der VfL Wolfsburg allerdings mit 0:1 gegen den VfL Osnabrück patzte, blieb ein Restfünkchen Hoffnung, doch noch einmal in den Kampf um den Turniersieg eingreifen zu können. Mit einem Gala-Auftritt gegen das in diesem Turnier bärenstarke Team aus Stade wahrten die Jungs vom Stützpunkt Thönse ihre Chance. Mit 6:0 zerlegten sie den Gegner förmlich und wiesen nach, warum sie zu den Mitfavoriten zählten. Die Treffer teilten sich Amoro Diedhiou (2), Fabio Di Michele Sanchez (2), Tim Schustereit und Gabriel Michalek. Nun lagen die Wolfsburger mit zwölf Punkten nur noch zwei Zähler vor dem Team Hannover-Land Ost. Ein Treffer kurz vor Schluss bescherte den „Wölfen“ dann im Anschluss den knappen 1:0-Sieg gegen Helmstedt/Wolfsburg und damit im letzten Spiel einen Matchball gegen Schlusslicht Rotenburg. Abschütteln ließen sich die Talente aus Thönse allerdings nicht: Sie besiegten durch einen Treffer von Paul Bock auch ihre Altersgenossen vom Stützpunkt Hannover-Stadt und blieben auf Schlagdistanz. Weil die Nachwuchskicker aus der VW-Stadt gegen Rotenburg allerdings einen souveränen 5:0-Sieg einfuhren, war Platz eins vergeben. Im direkten Duell zwischen Hannover-Land Ost und dem VfL Osnabrück ging es für das Michelssen-Team dann vor allem darum, den Podiumsplatz zu sichern. Letztlich endete die Partie leistungsgerecht 0:0 - und so durften sogar beide Mannschaften jubeln: Die Spieler vom Stützpunkt Hannover-Land Ost freuten sich über die Silbermedaille, die Osnabrücker nahmen wie im Vorjahr die bronzefarbenen Plaketten entgegen. Damit wurde die Mannschaft von Per Michelssen als bester von 36 DFB-Stützpunkten Niedersachsens inoffizieller Stützpunkt-Meister. „Das ist die beste Platzierung, die der Stützpunkt Hannover-Land Ost jemals erreicht hat“, lobte NFV-Mitarbeiter Manfred Finger, der in der Karl-Laue-Halle als Moderator und Kommentator fungierte. Die Tabelle: 1. VfL Wolfsburg (18/14:5), 2. Hannover-Land Ost (14/15:5), 3. VfL Osnabrück (14/9:5).
Kleines Sahnebonbon oben drauf: Mit Tim Schustereit, Fabio Di Michele Sanchez, Julian Schultheiß, Gabriel Michalek und Paul Bock bekamen fünf Talente eine Einladung zum nächsten NFV-Sichtungslehrgang im März.