Challenge Poznan bewältigt

Bärbel Stielow im Ziel des Challenge Poznan.

Bärbel Stielow beim Triathlon in Polen

Der Wettkampf "Challenge Poznan" in Polen, ein Mitteldistanz-Triathlon, wurde für die Langenhagenerin Bärbel Stielow eine echte Herausforderung. Start war am Maltasee, der im Jahr 1952 künstlich angelegt wurde. Im Jahr 1990 wurde der See zu einer Ruderregattastrecke ausgebaut und hat eine Länge von 2.000 Metern und eine Breite von 175 Metern. Ideal für Ruderwettkämpfe und seit ein paar Jahren auch Austragungsort für das Schwimmen der Challenge Poznan. 2.700 Teilnehmer in verschiedenen Disziplinen waren am Start. Auf das Schwimmen hatte sich Bärbel Stielow im Vorfeld sehr gefreut, da die seitlichen Begrenzungen eine gute Orientierung versprachen. Enttäuschung bot das Wasser dann doch, weil es trotz des Neoprenanzuges sehr kalt war. Krämpfe begleiteten die Langenhagenerin das erste Mal beim Schwimmen. Es war eine neue Erfahrung für sie, mit einem Begleitboot zum Schwimmausstieg zu kommen. Es folgte der Fokus auf das Radfahren. Bärbel Stielows Ziel war es, auf einer längeren Distanz zu zeigen, dass sie auch einen 30er-Schnitt fahren kann. Es fing gut an. Locker fuhr sie die ersten 20 Kilometer immer mit Tempo 38 bis 40. Und dann ging es zurück. Mit Gegenwind und Böen kämpfte sie sich auf die zweite Runde. Nach 90 Kilometern stand Tempo 26,5 zu Buche, was ihren Kampfgeist erst recht entfachte. Auf der Laufstrecke war dann die Sonne auch da und zwischendurch wieder Böen und am Ende noch ein bisschen Regen. Der Eigenanspruch war, im Zeitlimit in das Ziel kommen. "Durch meine Parkinsonerkrankung kann ich nicht mehr kontinuierlich durchlaufen. Ein Wechsel zwischen Laufen und Gehen brachte mich in einer Gesamzeit von 7:44 Stunden gesund in das Ziel", sagt sie. Bärbel Stielow belegte in ihrer Altersklasse den stolzen zweiten Platz. Nach den Teilwertungen Schwimmen und Radfahren war es sogar Platz eins. "Viele nette Gespräche haben sich vor und nach dem Wettkampf ergeben", ergänzt Bärbel Stielow. Nicht umsonst heiße der Wettkampf auch Challenge Family. Die Langenhagenerin sagt: "Es gibt viele schöne Austragungsorte für Triathlonwettkämpfe, da schauen wir doch mal, was noch geht."