Costa bringt Krähen auf die Siegesstraße

Auswärtssieg steigert Vorfreude auf das Derby

Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide ist im Derbyfieber - der Fußball-Bezirksligist kam am Sonntag zu einem Auswärtssieg beim TSV Stelingen, nun folgt am Sonnabend in Krähenwinkel das nächste nachbarschaftliche Duell, wenn der TSV Godshorn zu Gast sein wird.
Und den Appetit auf die Partie mit den Godshornern, den haben die Krähen im Stelinger Wald deutlich angeheizt. Dabei war es keine einfache Aufgabe, die dem Team von Trainer Bastian Schülke da bevorstand. Gelten doch Duelle zwischen Stelingen und KK in den idyllischen Arenen der beiden Kontrahenten seit jeher als heiß umkämpft und äußerst emotional. Zudem stand den Krähen abermals eine Vielzahl an Akteuren nicht zur Verfügung. Doch mit mannschaftlicher Geschlossenheit derer, die einsatzfähig waren sowie dem Selbstbewusstsein eines Teams, das aus den vorigen neun Spielen 25 Punkte errungen hatte, kamen die Krähen zum Ziel. Bevor das Spiel richtig Fahrt aufnahm, bedurfte es jedoch einer 45-minütigen Anlaufphase. Die erste Halbzeit hatte nur wenige Höhepunkte zu bieten, was auch den äußerst unbefriedigenden Platzbedingungen geschuldet war. Kombinationen auf engem Raum waren rar gesät, meist versuchten es die Akteure mit langen Bällen. Die Krähen hatten in der 19. Minute ihre erste große Torchance. Lauri Schwitalla zog aus der Ferne ab, Stelingens Keeper Sven Meyer wehrte den Ball reaktionsschnell mit einer Hand ab. Kurz vor dem Seitenwechsel war Meyer auch bei einem Versuch von Lennart Kiehn auf dem Posten. Schwitallas Nachschuss ging knapp vorbei. Der TSV Stelingen besaß nach einem Freistoß von Savo Nikolic die beste Möglichkeit. Kenny Böttger verlängerte mit dem Hinterkopf in Richtung TSV KK-Tor, dessen Keeper Jan-Hendrik Helms den Braten allerdings gerochen hatte.
Nachdem die Teams zum zweiten Mal aus den Kabinen kamen, entwickelte sich ein deutlich stärkeres Derby. Es schien, als hätten sich die Akteure zunächst an die äußeren Bedingungen gewöhnen müssen. Lange dauerte es nicht, ehe der mitgereiste Anhang der Krähen zum ersten Mal jubeln durfte. Giovanni Costa hatte kurz zuvor eine gute Torchance liegengelassen. Doch direkt danach machte er es umso schöner. Nach Vorarbeit von Tim Linnemann und Marc Ulrich kam der Ball zu Costa. Aus halblinker Position beförderte er das Spielgerät mit einem präzisen Schuss in den rechten oberen Torwinkel. Wenige Minuten später durften die Anhänger der Rot-Blauen, die gut und gerne die Hälfte der Gesamtzuschauerzahl bildeten, ein weiteres Tor genießen. Über verschiedene Kanäle gelangte der Ball zu Marc Ulrich, und der Torjäger erzielte aus dem Hinterhalt mit einem gekonnten Schuss das 0:2. Bei einem Freistoß für Stelingen hätte es danach wieder spannend werden können. Nach Kenny Böttgers Schuss aus aussichtsreicher zentraler Position orientierte sich der Ball geradewegs in Richtung TSV KK-Tor. Dann wurde er abgefälscht, setzte noch einmal auf und wurde so für Helms brandgefährlich. Doch der Keeper bewies seine ganze Klasse und fischte den Ball aus dem unteren rechten Toreck. An diesem Schuss wären sicherlich viele Torhüter, auch in höheren Spielklassen, gescheitert. Vom TSV Stelingen war indes bei weitem nicht mehr so viel zu sehen als im ersten Durchgang. Dafür war von ihnen immer mehr zu hören. Mit vielen verbalen Aussetzern gegenüber dem im großen und ganzen guten Schiedsrichtergespann schwächte sich die Heimmannschaft selbst. Das Trainergespann Stetzkowski/Wünschmann musste mit Gelb belastete Spieler auswechseln, um sie vor etwaigen Platzverweisen zu schützen. Dafür verlor der TSV Stelingen in der Schlussphase andere Spieler - durch Feldverweise wegen Schiedsrichterbeleidigung. Zu diesem Zeitpunkt hatte der TSV KK längst das endgültig entscheidende 3:0 erzielt. Nach einem Foul an Lauri Schwitalla im Strafraum verwandelte Marc Ulrich den fälligen Elfmeter sicher. Die letzte Szene hatte noch einmal Jan Helms, als er in einer Eins-gegen-Eins-Situation dem heranstürmenden Robin Ziegler den Ball wegschnappte und den Krähen ein weiteres Mal die Null hielt. Der Jubeltraube aus rot-blauen Akteuren gehörte am Ende auch Wladislaw Schmidt an. Er brannte auf einen Einsatz in der Startelf, doch nach gerade überstandener Verletzung wollte Trainer Schülke kein Risiko eingehen. Schmidt durfte in der Schlussphase an alter Wirkungsstätte ran. Auch auf ihn wird es nun am nächsten Sonnabend ankommen. Das Derby gegen den TSV Godshorn beginnt am 29. November um 14 Uhr und erfreut sich hoffentlich eines regen Zuschauer-Interesses. Das Hinspiel endete 3:3 - wie viele Tore fallen diesmal?
Mannschaft: J. Helms, Tegtmeyer, Heider, Oliveira, A. Ulrich, Kiehn, Costa (ab 81. Mücke), Schütz (ab 86. Bart), Linnemann (ab 72 .W.Schmidt), Schwitalla, M. Ulrich Trainer: Schülke Tore: 56.0:1 Giovanni Costa, 63.0:2 Marc Ulrich, 76.0:3 Foulelfmeter Marc Ulrich Gelb-Rot: 87.Alexander Krzewina (Stelingen) Rot: 91.Kevin Wittbold (Stelingen)