Das Abenteuer im Velodrom

Gab richtig Gas: Ole Geisbrecht.

Ole Geisbrecht auf Platz zwei in Berlin

Es begann als Abenteuer mit unbekanntem Ausgang, als Trainer Marcin Latussek mit seinem Schützling Ole Geisbrecht am Sonntag kurz vor 5 Uhr morgens aufbrach. Schon um 9.45 Uhr sollte das erste Rennen in Berlin beginnen. Ole ist seit 2013 Mitglied der „Radsportfördergruppe Blau-Gelb Team SWISS-O-PAR“ und erzielte in der vergangenen Saison zahlreiche Podiumsplätze. Nun wollte er vor großer Kulisse bei den Six-Days an den Start gehen.
Am Sonntag bestritt Ole zunächst zwei Rennen, wurde Dritter und Siebter. Am Montag startete das Rennen am Abend vor vollen Rängen. Es wurde als Omnium ausgetragen. Trainer Latussek hatte Ole gut eingestellt, und der wurde Zweiter im Vorlauf. Damit wäre schon sein Ziel erreicht, dachte Ole, aber er gewann den schnellen und hektischen Finallauf, der als Dänisches Punktefahren ausgetragen wurde. Er konnte sogar mit seinem Konkurrenten Paul Wirbeleit einen Rundengewinn herausfahren.
Am letzten Renntag waren die U15-Schüler in einem 40-Runden-Punktefahren gefordert. In dem spannenden Rennen geriet der mit 20 Punkten Vorsprung vor Ole Geisbrecht führende Fredersdorfer Paul Wirbeleit fast noch in Bedrängnis, denn Ole siegte mit 15 Punkten, während Wirbeleit mit lediglich neun Punkten nur Platz sechs belegte. Für die Gesamtwertung waren das 14 Punkte für den Fredersdorfer und 30 Punkte für Ole Geisbrecht, der damit noch bis auf vier Punkte an Paul Wirbeleit herankam. Der gewann schließlich die Gesamtwertung mit 98 Punkten vor Ole Geisbrecht mit 94 Punkten. Das war für den Langenhagener einen toller zweiten Platz im Gesamtergebnis. Eine beachtenswerte Leistung.
Ole war zwar erschöpft, als er am Dienstagabend mit seinem Trainer in Langenhagen eintraf, war aber immer noch beeindruckt von der tollen Atmosphäre in Berlins Radsport-Tempel, dem Velodrom an der Landsberger Allee und von der Erfahrung, die er bei diesen Rennen sammelte.