Das Prinzip der harmonischen Entwicklung

Nahm immer wieder Korrekturen vor: Bundestrainer Alfred Heymann.

Aikido-Sparte im VfB Langenhagen feiert 50-jähriges Jubiläum

(ok). Die Aikido-Sparte habe den VfB Langenhagen zu einem richtigen Verein gemacht, sagte der Vereinsvorsitzende Oliver Budzinski beim 50-jährigen Bestehen. War der Gesamtverein 1962 aus der Taufe gehoben worden, ist die Sportart Aikido 1967 nach Judo dazugekommen. Eine friedvolle Budo-Disziplin, die sich seit Anfang der 60er Jahre in Deutschland verbreitet hat. Die Silben Ai, Ki und Do bedeuten in etwa „Weg des harmonischen Geistes“. „Unter den Selbstverteidigungssportarten nimmt Aikido eine Ausnahmerolle ein“, erläutert Spartenleiterin Christiane Jansen. Es gehe nicht darum, den Gegner zu besiegen, sondern Wege aufzuzeigen, sich ohne Gewalt zu behaupten. Im Aikido gibt es keine Wettkämpfe, keine Gewichtsklassen, keinen Zwang, der Bessere sein zu müssen und keine Trennung zwischen Frauen und Männern. Der Grundsatz: „Weiche aus, wenn du gestoßen wirst und trete ein, wenn du gezogen wirst.“ Die aggressive Kraft des Angreifers wird aufgenommen, geführt und umgelenkt. Der Aikidoka will nicht verletzen, sondern dem Angreifer die Sinnlosigkeit von Gewalt und Aggression vor Augen halten. Das Prinzip der harmonischen Ergänzung; Aikido führt zu körperlicher und persönlicher Entwicklung. Ziel ist es, sich selbst zu überwinden und besser zu werden.
45 Mitglieder gehören der Sparte an, die Heinrich Kullak 30 Jahre lang geleitet hat. Die Aikido-Sparte ist drittstärkste Kraft in Niedersachsen, Bundestrainer Alfred Heymann schaut immer mal gern vorbei. So auch am Jubiläumswochenende, an dem der Träger des achten Dan einen Lehrgang anbot. Und bei dem war auch Oliver Budzinski, der den dritten Dan im Judo hat, mit dabei. Denn Budzinski hat selbst einmal Aikido gemacht, bevor er sich endgültig für Judo entschied, tauschte deshalb noch einmal seinen schwarzen Judo-Gürtel gegen seinen gelben beim Judo.
Die Trainingszeiten: Montag 18 bis 20 Uhr Kinder und Jugendliche, 20 bis 21.30 Uhr Erwachsene; Donnerstag 18.30 bis 20 Uhr Kinder und Jugendliche, 20 bis 21.30 Uhr Erwachsene; immer in der kleinen Turnhalle der Friedrich-Ebert-Schule in der Hindenburgstraße.