Defensive vom SC Langenhagen ist gefordert

Reise geht zum starken Aufsteiger nach Wolfsburg

Langenhagen (rt). Nein, es handelt sich weder um ein alkoholisches Getränk noch um das Modell eines deutschen Autoherstellers. Wenn der SC Langenhagen morgen ab 15 Uhr beim Aufsteiger Lupo Martini Wolfsburg aufläuft, ist es lediglich ein ordinäres Fußballspiel in der fünften deutschen Liga. Die Fusion vom I.S.C. Lupo und U.S. Martini sorgte für diesen außergewöhnlichen Vereinsnamen. Der von italienische Gastarbeiter 1962 gegründete Verein demonstriert mit dem Wort Lupo (aus dem Lateinischen abgeleitet - der Wolf) die Verbundenheit zur Stadt Wolfsburg. Martini war der Nachname des 1. Präsidenten des anderen Vereins. Mit der Fusion vor 31 Jahren ging man fortan nach jahrelanger Rivalität gemeinsame Wege. Das dies den SC Langenhagen nur päripher tangiert, liegt auf der Hand. Für die Mannschaft von Trainer Stefan Gehrke geht es schlichtweg um die nächsten Punkte auf dem Weg ins Mittelfeld der Liga. Und das dieser durchaus möglich ist, zeichnete sich in den vergangenen Spielen deutlich ab. Nach zwei Siegen in Folge soll der frische Wind mitgenommen werden, um beim starken Aufsteiger bestehen zu können. Die Truppe von Trainer Francisco Coppi konnte sich mit überzeugenden Auftritten im oberen Mittelfeld der Tabelle etablieren. Insbesondere die Offensivkraft mit bisher 21 erzielten Treffern, die auf mehreren Schultern verteilt wurden, spricht für die Wolfsburger. Doch das Bollwerk um Marcel Ibanez und Sotirios Panagiotidis war in den vergangenen Spiele nur schwer zu überwinden. Wenn dann noch der als Ersatz für den verletzten Alexander Dlugaiczyk eingesprungene Jan-Niklas Kansteiner die Bierruhe behält, die man einem 19-jährigen kaum zutrauen würde, ist auch bei Lupo Martini der ein oder andere Punktgewinn möglich. Und dann könnte ein alkoholisches Getränk den Abschluss eines erfolgreichen Tages bilden.