Den Angstgegner besiegt

TSV KK bannt den Döhren-Fluch

Der Fluch ist gebannt. Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide gewann jetzt im Nachholspiel der Fußball-Bezirksliga mit 1:0 bei Niedersachsen Döhren. Damit haben die Krähen die Döhrener nach vielen vergeblichen Anläufen endlich wieder besiegt. Zuvor war der TSV KK gegen die Hannoveraner so oft gescheitert, dass man getrost vom absoluten Angstgegner der vergangenen Jahre sprechen kann.
Dass es damit nun endlich vorbei sein sollte, das hatte sich das Team vom Waldsee fest vorgenommen. Coach Bastian Schülke stand ein kompletter Kader von 18 hochmotivierten Spielern zur Verfügung. Und die Krähen waren es auch, die durch Philipp Schmidt und Marc Ulrich die ersten Chancen des Spiels hatten. Sie blieben noch ungenutzt. Danach kam der Gastgeber besser ins Spiel. Christopher Wollnys Kopfball nach 25 Minuten blieb ungefährlich. Es war eine der ganz wenigen Tormöglichkeiten, die Niedersachsen Döhren aus dem Spiel heraus hatte. Dafür bekam das Team von Trainer Till Uhlig eine ganze Reihe an Freistoßgelegenheiten, ohne dass jemand konsequente Vollstreckerqualitäten gezeigt hätte. So blieben der Kopfball von Tim Stelter sowie der Direktschuss von Marco Sander aus der Distanz nach ruhenden Bällen eine sichere Beute von TSV KK-Torhüter Jan-Hendrik Helms. Zwei weitere Freistöße durch Tim Finkeldey blieben ebenso ohne Effekt. In der 40.Minute gab es dann nach langer Zeit wieder eine herausgespielte Tormöglichkeit, vorgetragen durch Krähenwinkel/Kaltenweide. Nach einer schönen Balleroberung durch Wladislaw Schmidt folgte ein Zuspiel auf Tim Linnemann. Dessen Flanke von rechts in den Strafraum auf den Kopf von Philipp Schmidt konnte dieser nicht verarbeiten. Kurz darauf hätte Marc Ulrich beinahe den sonst so starken Döhrener Torhüter Sven Rösler überlistet, als ein Abstoß zu kurz geraten war.
Beim Stande von 0:0 wurden die Seiten gewechselt, und als das Tor des Tages fiel, war die zweite Spielhälfte noch keine sechzig Sekunden alt. Direkt nach Wiederanpfiff ging es über die rechte Seite, wo Linnemanns Zuspiel Philipp Schütz erreichte. Schütz lief auf das Tor zu und schob das Leder an
Rösler vorbei zum umjubelten 0:1 ins Netz. Dieses Tor beflügelte die Krähen, die damit eine ganz starke Phase des Spiels einläuteten und mehrmals drauf und dran waren, einen weiteren Treffer nachzulegen. Philipp Schmidts Freistoß kurz nach dem Tor ging oben rechts knapp über die Latte. Tim Linnemann tauchte alleine vor Rösler auf, den Schuss konnte Döhrens Schlussmann mit einer Hand parieren. Philipp Schütz schoss im Anschluss an einen Eckball aus bester Position über das Tor. Nach einem guten Zuspiel von Wladislaw Schmidt zu Lauri Schwitalla war Rösler beim folgenden starken Torschuss erneut auf dem Posten. Weitere Chancen konnten Marc Ulrich und Lauri Schwitalla nicht nutzen. So mussten die Rot-Blauen samt ihrer mitgereisten Fangemeinde weiterhin zittern. Von Döhren kam in der zweiten Halbzeit nicht mehr viel. Doch dass eine Mannschaft wie
Niedersachsen Döhren, die Akteure wie Torjäger Oliver Grefe in ihren Reihen hat und zudem als der eingangs erwähnte amtliche Angstgegner des TSVKK gilt, jederzeit in der Lage ist, ein Spiel zu ihren Gunsten kippen zu lassen, steht außer Frage. Diesmal gelang es ihnen jedoch nicht. Während Döhren eine schwache zweite Halbzeit bot, leisteten die Krähen eine starke Defensivarbeit, hielten ihren Strafraum sauber und brachten den Vorsprung über die Zeit. In einem Spiel, das nicht als Hochkaräter in Erinnerung bleiben wird, waren sie am Ende der verdiente Sieger. Der Bann ist gebrochen, endlich sprangen gegen den Angstgegner wieder einmal drei Punkte heraus – drei Punkte, die die Mannschaft auf ihrem Weg weiter beflügeln sollte. Am nächsten Sonntag, den 19.April geht es um 15 Uhr mit einem Auswärtsspiel beim TuS Davenstedt weiter.

Mannschaft: J. Helms, Tegtmeyer, Heider, P. Oliveira (ab 66.Schwitalla), Bart, Schütz, Costa, W. Schmidt (ab 89. Mücke), P. Schmidt, Linnemann (ab 91. S.Helms), M. Ulrich; Tor: 46. Schütz