Dennis Rossmann nicht zu bremsen

6:2 für Sparta: Traumtor per Fallrückzieher ins Dreieck

Einige Kopfzerbrechen bereitete Coach Joachim Marek die angespannte Personalsituation im Vorfeld dieser Partie bei den abstiegsgefährdeten Gastgebern aus der Nähe von Schwarmstedt. Übrigens die weiteste Auswärtstour der Saison mit fast 40 Kilometer Anfahrtstrecke. Neben den Langzeitverletzten Chris-André Ahrenstedt und Lukas Lichtenstein fehlten der erkrankte Levent Sönmez sowie Arda Evrem (Bänderriss im letzten Spiel) als auch Stamm-Keeper Marcel Quarg, der sich unter der Woche einen Bruch des Fußes zugezogen hatte. Für beide Spieler ist die Saison damit vorzeitig beendet. Auch Trainer-Kollege Bernd Burgmüller war zudem kurzfristig privat verhindert. Auf der Torwart-Position stellte sich kurzerhand Spartas Kapitän und sonstiger Abwehr-Chef, Sven Hoffmann, zur Verfügung und erledigte seine Aufgabe sehr zur Freude des Trainers sicher und fehlerfrei.
Die Begegnung nahm zunächst einen zähen Verlauf, wobei die Spartaner zwar durchaus spielbestimmend agierten, jedoch beim Umschalten in den Angriffs-Modus einige Abstimmungsprobleme offenbarten. Hinzu kam, dass den Aktiven auf beiden Seiten der aufgeweichte Untergrund einige Probleme bereitete und die Ballkontrolle erschwerte. Für die erste echte Bedrohung des gegnerischen Gehäuses sorgte Manuel Michaelis in der 15. Minute, sein Schuss wurde knapp vor der Torlinie von einem Verteidigerbein abgeblockt. Spartas Deckung um Kai-Carsten Stock ließ während der ersten halben Stunde in der eigenen Hälfte nichts anbrennen und so war es geradezu unfassbar, dass die Platzherren ihren ersten gelungenen Konter mit der 1:0-Führung in der 31. Minute durch Daniel Pinkel abschließen konnten. Bei manchem Spartaner dürften Erinnerungen an den Hinspiel-Verlauf bei der 2:4 Heimniederlage aufgekommen sein. „Mehr Bewegung, Tempo und versteckt euch nicht“, Trainer Marek versuchte danach seinem Team von der Außenlinie lautstark neue Impulse zu vermitteln. Offensichtlich hatte dieser Appell Signalwirkung, wenngleich es den Lohn für die erhöhte Aktivität der Silbersee-Elf erst unmittelbar vor dem Pausenpfiff gab: Dennis Rossmann kam nach präziser Vorarbeit von Michaelis am Fünfmeter-Raum frei zum Schuss und erzielte denüberfälligen Ausgleich.
Mit einem Treffer der Kategorie „Tor des Monats“ leitete Rossmann eine Minute nach dem Seitenwechsel eine furiose zweite Halbzeit ein. Für seinen Fallrückzieher exakt in den linken oberen Torwinkel gab es nicht nur Beifall und Anerkennung aus dem eigenen Lager. Spätestens als Dennis Schweer in der 53.Minute einen Freistoß aus schier unmöglichem Winkel zum 1:3 verwandelte, war diese Partie für die Spartaner gelaufen. Rossmann, der wie beflügelt aufspielte und kaum zu bremsen war, nutzte in der 55.Minute ein Missverständnis der SV-Abwehr gar zum 1:4. Auch Waldemar Reimche belohnte sich mit einem sehenswerten Volleytreffer zum 1:5 (65.Minute.). Die im ersten Abschnitt noch so wacker dagegen haltenden Esperker standen unter Dauerbeschuss und konnten sich glücklich schätzen, dass noch vier Mal das Aluminium weitere Einschläge verhinderte. Ein Vergehen an Vetter im Strafraum bescherte Michaelis in der 68.Minute die Chance sich ebenfalls in die Torschützenliste einzutragen. Mit dem 1:6 war Spartas Torhunger dann jedoch gestillt. Den Hausherren gelang zumindest noch Ergebniskosmetik durch Timo Stichnoth (80.Minute).
Zum vorletzten Heimspiel der Saison empfängt Sparta am Sonntag um 15 Uhr den SV Dedensen. Ziel ist es dabei, die Staffelmeisterschaft endgültig unter Dach und Fach zu bringen. Bereits im Hinspiel gab es einen klaren 3:0-Erfolg.
Aufstellung Sparta: Sven Hoffmann; Alexander Kuba (46. Minute Bilel Khlifi), André Lange (66. Thomas Puscher), Waldemar Reimche, André Meyer, Kai-Carsten Stock, Daniel Hupp, Stanislaus Vetter, Dennis Schweer (62. Minute Tobias Sauermilch), Manuel Michaelis, Dennis Rossmann.