„Der Drill kommt noch früh genug“

Die C ! des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide machte am Wochenende mit Karsten Surmann (vorn rechts) viele neue Erfahrungen. (Foto: O. Krebs)

Karsten Surmann verfolgt mit seiner Fußballschule eine besondere Philosophie

(ok). Er ist einer der 96-Pokalhelden von 1992, hat mehr als 350 Spiele für seine Roten in der ersten und zweiten Fußballbundesliga bestritten. Heute bringt Karsten Surmann Kindern im Alter bis zu zwölf Jahren das Kicken bei. „Ich will mit meiner Fußballschule weg vom Eventcharakter, den Kids das beibringen, was sie in jedem Alter brauchen“, so die Philosophie Surmanns. Am vergangenen Wochenende hat er ein Trainingscamp der C 1 des TSV KK geleitet; ein Kontakt, der über Jens Wilkening, früherer 96-Torwart und jetzt Torwarttrainer bei der C-Jugend der Krähen, zustande gekommen ist. Und die 22 Jungen, die sonst von Heiko Ferdönmez gecoacht werden und in der Kreisliga spielen, lernten, wie wichtig es ist, miteinander zu sprechen und sich zu bewegen. Surmann schaffte es, mit vielen Übungen für Abwechslung zu sorgen. Und der Spaß kam an dem Wochenende auch nicht zu kurz. Für eine Superverpflegung sorgte das Team der Waldseeterrassen um Club-Gastronom Metin Günaydin. Und auc Ferdönmez freute sich über die Unterstützung des prominenten Roten, der immer noch eng mit Hannover 96 und dem Nachwuchsbereich zusammenarbeitet. Über Langeweile kann sich der 58-jährige Karsten Surmann beileibe nicht beklagen. Er betreut zig Vereine, bietet Leistungstraininglager an, spezielle Trainingscamps für Frauen, ist an Schulen aktiv und organisiert auch Firmenevents. Darüber hinaus plant er eine Fußball-Akademie. Dabei setzt er auf die Unterstützung alter Weggefährten, die gut mit dem Ball umgehen können. Die Kinder sollen mit Spaß beim Training dabei sein, lernen und schwitzen. „Der Drill kommt noch früh genug“, sagt Karsten Surmann, der etwa 300 Tage im Jahr auf dem Platz steht. Spielen, Dribbling und Rückeroberung nach Ballverlust sind beispielsweise bei seinen Übungseinheiten angesagt, kein Training nach Schema F. Und er ist überzeugt: „Wer Fußballspielen kann, setzt sich auf Dauer durch.“ Letztendlich sieht er es auch als seine Aufgabe an, Talente zu entdecken und zu fördern. Aber die Herzlichkeit kommt bei Karsten Surmann nie zu kurz.