Der Plan ging auf

Erfolgreich: Christoph Höhne (von links), Hans-Peter Damitz und Wolf Dieter Giese.

Hans-Peter Damitz nahm Platz auf dem Siegerpodest ein

Bei den Leichtathleten der Landesverbände Berlin und Brandenburg entstand die Idee, in ihre Bahnmeisterschaft der jugendlichen Läufer die Seniorengeher mit einzubeziehen. Da staunten die Schülerinnen und Schüler nicht schlecht, als bei herrlichem Sonnenschein in Königs Wusterhausen bei Berlin zwischen ihren Läufen auch die Gehersenioren ihre Meisterschaft über 5.000-Meter-Bahngehen austrugen. Ein erlesenes Feld von erfolgreichen Mastergehern zeigte dann, dass man in dieser Sportart auch noch im vorangeschrittenen Alter sehr gute sportliche Leistungen erbringen kann. Begeistert feuerten die Nachwuchsleichtathleten insbesondere die Senioren der Klasse älter als 75 Jahre an. Der Star war Christoph Höhne, der Olympiasieger von Mexiko, aus dem Jahre 1968 für die damalige DDR. Aber jetzt, 50 Jahre später, musste er mit Wolf Dieter Giese einem anderen Berliner den Vortritt lassen. Da die Meisterschaft offen ausgeschrieben war, also auch Geher aus anderen Landesverbänden teilnehmen durften, ließ sich Hans-Peter Damitz vom LAC Langenhagen von den großen Namen wenig beeindrucken und stellte sich ebenfalls dem Starter, immerhin hat er in diesem Jahr bereits Platz fünf bei der Deutschen Hallenmeisterschaft vorzuweisen. Schon bald nach dem Start war jedoch klar, dass der Langenhagener bei der stechenden Sonne das Tempo der beiden Führenden nicht mitgehen konnte. So konzentrierte er sich darauf, Platz drei abzusichern und ohne größere Beanstandungen der in Berlin/Brandenburg sehr strengen Gehrichter ins Ziel zu kommen. Der Plan ging auf. Mit seiner Zeit von 38:34:26 Minuten nahm Hans-Peter Damitz später unter dem Applaus der vielen jungen Sportler auf dem Siegerpodest den noch freien Platz neben den beiden gut gelaunten Berliner Mastern des Gehsports ein.