„Der Rhythmus wird kontinuierlich besser“

Sven-Sören Christophersen auf dem Weg zurück zu alter Stärke

Sven-Sören Christophersen hatte großen Anteil daran, dass die TSV Hannover-Burgdorf am Sonntagabend in Lemgo einen Rückstand von sechs Toren innerhalb von weniger als zehn Minuten wieder aufholen konnte. Sechs der insgesamt acht Treffer erzielte der 30-Jährige im ersten Spielabschnitt. Eine sehr gute Wurfquote, denn insgesamt warf Christophersen nur zehn Mal aufs gegnerische Tor -hinzu kamen noch zwei „Assists“. „Smöre hat ein starkes Spiel gemacht. Wir sind froh, dass er ganz klar auf dem aufsteigenden Ast ist“, lobt Trainer Jens Bürkle den Rückraumspieler.
Für Christophersen selbst ist die Leistung aus dem Spiel im Lipperland „ein Ergebnis der vergangenen Wochen. Ich fühle mich endlich fit, kann alle Trainingseinheiten absolvieren und der Rhythmus wird dadurch kontinuierlich besser“, erklärt der gebürtige Lübecker. Der 30-Jährige, der sich zum Ende der abgelaufenen Spielzeit einer Hüftathroskopie unterziehen musste und während der Vorbereitung auch noch umknickte, war einer der Pechvögel vor dem Saisonstart. „Ich habe gefühlt nur zwei Trainingseinheiten absolvieren können und daher konnten die Abläufe und die Abstimmungsprozesse zu Beginn der Serie noch nicht automatisiert sein“, schildert Christophersen.
In den letzten Wochen zählt der Rückraumspieler, der im Sommer erstmals Vater geworden ist, aber zum täglichen Personal im Training von Jens Bürkle. „Ich habe schon vor dem Spiel in Berlin gesagt, dass man nur weiterkommt, wenn man auch jedes Training mitmacht. Das ist momentan der Fall und das gibt mir Woche für Woche mehr Sicherheit“, verdeutlicht „Smöre“ die Bedeutung der täglichen Trainingsarbeit.
Neben dem eigenen Spiel hofft der 30-Jährige vor allem darauf, dass sich die Spielentwicklung der Mannschaft weiter verbessert und von weiteren Rückschlägen durch Verletzungen verschont bleibt. „Wir können noch nicht sagen, dass wir ein konstant hohes Level über 60 Minuten abrufen. Das muss ganz klar unser Ziel sein, aber das geht nur, wenn wir im Training eine hohe Qualität durch eine starke Trainingsbeteiligung erzielen“, sieht Christophersen eine Korrelation zwischen beiden Variablen.
Der nahen persönlichen Zukunft blickt der Rückraumspieler jedenfalls positiv entgegen. „Ich habe die Englische Woche mit drei Spielen am Stück sehr gut verkraftet und will jetzt die Länderspielpause dafür nutzen, um den nächsten Schritt zu gehen.“
Mit Leistungen wie beim TBV Lemgo wird nicht nur Christophersen selbst zu alter Stärke zurückfinden, sondern auch die TSV Hannover-Burgdorf die Weiterentwicklung kontinuierlich vorantreiben.