Der TSV KK überzeugt beim Hallenmasters

Gleich schlägt es ein: Torjäger Marcel Kunstmann schießt den TSV KK gegen den TSV Havelse in Führung. (Foto: O. Krebs)
 
Riesenjubel beim Krähen-Anhang nach dem 1:0 beim 5:0-Kantersieg gegen den Regionalligisten aus Havelse. (Foto: O. Krebs)

Spektakulärer Kantersieg über Regionalligist Havelse

Zum dritten Mal wurde jetzt beim Sportbuzzer-Hallenmasters die beste hannoversche Hallenfußballmannschaft des Winters ermittelt. Bei der ersten Auflage im Jahr 2016 landete der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide den ganz
großen Triumph – die Krähen waren die ersten, die den riesigen Pokal in Empfang nehmen durften. Ein Jahr später hieß der Sieger TSV Barsinghausen, und der TSV KK war auf einem starken vierten Platz eingelaufen. Auch für das dritte Hallenmasters haben sich die Rot-Blauen qualifiziert. Und auch wenn diesmal nach dem Viertelfinale Schluss war, so konnte das Team doch hoch erhobenen Hauptes nach Hause fahren.
Volkan Bulut, Co-Trainer von Andrè Breitenreiter bei Hannover 96, hatte die Vorrundengruppen ausgelost und den Krähen damit die schwerste Gruppe beschert. Mit dem Hannoverschen SC, seines Zeichens Tabellenführer der Landesliga, und dem Regionalligisten TSV Havelse bekam das Team von Trainer Ingo Trebing zwei echte Schwergeschichte vorgesetzt. So mag es nicht
wenige gegeben haben, die den Krähen ein frühes Ausscheiden prognostiziert hatten.
Und im ersten Spiel mussten die Rot-Blauen gleich gegen den TSV Havelse antreten. Was sich nun allerdings abspielen sollte, damit hatte wohl kaum jemand gerechnet hat. Die erste Torchance hatte noch der TSV Havelse. Sie wurde vergeben, und dann gelang den Krähen ein echter Blitzstart: Marcel Kunstmann und Silan Alin schossen schon nach drei Minuten eine 2:0-Führung für den Underdog aus Krähenwinkel heraus. Der hohe Favorit antwortete mit wütenden Angriffen. Aber was die Havelser auch versuchten – sie fanden in Jan Helms ihren Meister. Der Torhüter des TSV KK wuchs über sich hinaus, hielt alles, was auf seinen Kasten kam und zeigte dabei einige spektakuläre Paraden. Am Ende
sollte er auf zwölf hervorragend abgewehrte Torschüsse kommen. Und vorne zeigten
sich die Krähen weiter treffsicher. Silan Alin gelang das Tor zum 3:0. Der Neuzugang von
Germania Egestorf/Langreder II zeigte damit, dass er eine echte Verstärkung für das
Waldsee-Team werden kann. Der TSV KK spielte sich jetzt in einen regelrechten Rausch.
Als Tim Hübner das 4:0 für Rot-Blau gelang, rieben sich die mehr als 3.000 Fans in der
Swiss-Life-Hall verwundert die Augen und der Anhang der Krähen war völlig aus dem
Häuschen. Philipp Schmidt setzte mit dem Treffer zum Endstand von 5:0 den Schlusspunkt unter eine denkwürdige Partie. Während die Havelser frustriert die Halle verließen – sie waren nach einem 0:1 im ersten Vorrundenspiel gegen den HSC bereits ausgeschieden  und mussten nun beim frustrierten Trainer Christian Benbennek zum Straftraining antreten– freuten sich die Krähen schon jetzt über den Einzug in das Viertelfinale freuen. Beim Duell des TSV KK gegen den HSC ging es somit um den Gruppensieg. Die Krähen hatten die besseren Chancen. Renè Legien scheiterte mit einem Neunmeter an HSC-Keeper Alexander Dlugaiczyk, und Silan Alin hatte Pech mit einem Schuss an den Innenpfosten.
Kurz vor dem Ende gelang den Hannoveranern dann der 1:0-Siegtreffer. Die Krähen
beendeten die Vorrunde somit auf Platz zwei und sahen sich somit im Viertelfinale
mit dem 1.FC Germania Egestorf/Langreder einem weiteren dicken Brocken gegenüber.
Zum einen auf Grund der Zugehörigkeit zur Regionalliga, zum anderen auf Grund der
bisherigen eindrucksvollen Ergebnisse unter dem Hallendach war die Favoritenrolle fest in Egestorfer Hand. Dennoch kamen die Krähen gut in dieses Duell hinein. Aber das Glück war nicht auf ihrer Seite. Erst scheiterten Dennis Tasche und Marcel Kunstmann mit ihren Schussversuchen. Denkbar knapp, dann musste Philipp Schmidt aufgrund einer Knieverletzung vorzeitig vom Feld. Kurze Zeit später ging der Regionalligist vom Deister mit 1:0 in Führung. Fortan kämpften die Krähen verbissen um den Ausgleich – und der Kampf wurde belohnt. Oliver Pfeuffer, einer der besten Hallenspieler dieses Winters, traf drei Sekunden vor dem Schlusspfif zum 1:1 – was für ein Jubel im Lager der Krähenfans. Es ging ins Neunmeterschießen. Andrè Ulrich behielt die Nerven und verwandelte den
ersten Schuss sicher. Auch Egestorf verwertete den ersten Schuss. Anschließend
scheiterte Marcel Kunstmann jedoch am Germania-Keeper. Gegen den folgenden
gegnerischen Schuss war Jan Helms machtlos – Egestorf zog ins Viertelfinale ein, gewann das Turnier auch letztendlich..
Das Turnier war für den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide damit beendet. Niemand
musste sich jedoch grämen. Die Mannschaft hat ihren Verein teuer verkauft und
hat vor allem mit dem spektakulären Kantersieg über Havelse für ein echtes
Highlight gesorgt. Somit konnten Mannschaft und Fans am Ende eine absolut
zufriedenstellende Bilanz dieses Hallenwinters ziehen.
Währenddessen hat für das Team von Trainer Ingo Trebing bereits die Vorbereitung
auf die Rückrunde in der Landesliga begonnen. Am Sonnabend trennte sich der
TSV KK im ersten Testspiel von der U 19-Mannschaft von Germania Egestorf/Langreder
mit 1:1. Das Tor für die Krähen auf dem Kunstrasenplatz in Wennigsen schoss Felipe-
Marcel Böttcher. Das nächste Vorbereitungsspiel findet am kommenden Sonnabend,
27.Januar bereits um 12.45 Uhr statt. Auf dem Kunstrasenplatz der Sportuniversität
Hannover spielen die Krähen gegen den Bezirksliga-Spitzenreiter TSV Stelingen.