Deutschlands stärkste U19-Fahrerinnen

Inga und Wiebke Rodieck im Nationaltrikot.

Inga und Wiebeke Rodieck starten auf der Straßen-WM

Beim letzen Telefonkontakt am Sonntagnachmittag saßen sie so zu sagen schon auf gepackten Koffern, nachdem sie am Morgen noch bei Regen trainiert hatten. Nun musste nur noch der Fahrrad-Rahmen verpackt werden, die Laufräder stellt der Bund Deutscher Radfahrer vor Ort. Inga und Wiebke Rodieck setzen sich dann am Montag in Hannover in den Flieger nach Frankfurt, fliegen von dort nach Madrid und werden dann nach Ponferrada gefahren, in der Provinz Kastillien und Léon gelegen.
Vom Sonntag bis zum 28. September werden die Kämpfe um die begehrten Regenbogenstreifen ausgetragen. Insgesamt werden auf dieser UCI-Weltmeisterschaft in zwölf Wettkämpfen neue Titelträger gesucht. Mit den beiden Blau-Gelben vom Bundesligateam „SWISS-O-PAR“ starten für die deutsche Nationalmannschaft noch Lisa Klein und Jacqueline Dieterich. Inga Rodieck hatte bekanntlich in der Schlusswertung Platz 1 belegt, ihre Schwester Wiebke Platz 2, Lisa Klein war Dritte und Jacqueline Dieterich Fünfte. Es sind also Deutschlands stärkste U19-Fahrerinnen im spanischen Norden vertreten.
Natürlich sind die beiden Blau-Gelben ein wenig aufgeregt. Die Freistellung in der Schule war kein Problem, schließlich belegen beide dort auch Spitzenplätze. Ihr Wettkampf findet erst am Freitag statt, Zeit, sich mit der Strecke vertraut zu machen, zu trainieren, aber auch um sich Rennen anzusehen. Besonders interessieren sie sich für die Zeitfahren der Männer und Frauen. Die Rodiecks wissen natürlich, daß das Straßenrennen für sie 72 Kilometer lang sein wird. Sie wissen auch, daß es ein welliger Kurs ist, der nicht leicht zu fahren sein wird. Nähere Informationen bekommen sie vor Ort unter anderem von ihrem Trainer Gernot Backhaus, der schon seit über einer Woche vor Ort mit seiner Frau Urlaub macht. Er wird die Strecke mehrmals abgefahren sein und „seinen“ Mädchen wertvolle Tipps geben können. Erfreulich ist es natürlich für Inga und Wiebke, den Heim-Trainer und Seelsorger vor Ort zu haben. „Klar hilft uns das“ so sind sich die Rodiecks sicher.