Die Freude währt nur kurz

TSV KK unterliegt der TSV Burgdorf

Erstmals seit 28 Jahren standen sich am Sonntag der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide und die TSV Burgdorf wieder zu einem Meisterschaftsspiel gegenüber. Damals hatten die Krähen eine exzellente Bilanz und immer gegen die Burgdorfer gewonnen. Nun musste das Team vom Waldsee in der Fußball-Landesliga erstmals eine Niederlage hinnehmen. Mit dem Ausfall von Mittelfeld-Ass Philipp Schmidt, dessen verletzungsbedingte Abstinenz vier Wochen zu dauern droht, musste der Aufsteiger vor der Begegnung eine Hiobsbotschaft verkraften. Für ihn rückte Torben Koschinsky in die Mannschaft. Die Ausführung der Standards, die sonst Philipp Schmidt obliegt, war nun Sebastian Helms vorbehalten. In der zehnten Minute hatte Helms die erste Freistoßgelegenheit. Der Schuss, der von der rechten Seite kam, wurde von Burgdorfs Abwehrreihe zur Ecke geklärt. Fünf Minuten später legte sich
Patrick Hiber auf der anderen Seite den Ball zurecht. Ruhende Bälle sind bei Hibers weithin bekannten Freistoßkünsten eine Waffe, so sind die gegnerischen Teams stets darauf besonnen, Freistöße in Nähe des eigenen Strafraums tunlichst zu vermeiden. Ganz verhindern kann man diese Situationen jedoch nicht. Hiber brachte den Ball aus gefährlicher Position um die Mauer, aber Krähenwinkels Torhüter Jan-Hendrik Helms war zur Stelle, um das Spielgerät links unten aus dem Eck zu fischen. Wenige Minuten danach stand der Keeper erneut im Blickpunkt, als
er einen Direktschuss von Mateusz Wagner gekonnt entschärfte. Auch die dritte große Möglichkeit nutzten die Gäste nicht. Ylli Sahitis Versuch ging nach der Vorlage von Hussein Saade knapp vorbei. Keine Frage, Burgdorf war die Mannschaft, die die deutlich gefährlicheren Torchancen kreierte, ohne dass die Krähen schlecht gespielt hätten. Doch Torraumszenen blieben vor dem Kasten von Gästekeeper Daniel Grimpe lange Zeit Mangelware. So stand die Hoffnung im Raum, mit einem Zu-Null in die Pause zu gehen, um im zweiten Spielabschnitt effektiver entgegensteuern zu können. Doch fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff mussten die Krähen das 0:1 hinnehmen. Der TSV KK schaffte es nicht, einen Ball im eigenen Strafraum zu klären, Burgdorfs Kapitän Daniel Bothe nutzte die Cahnce und schoss ein. Wie groß der Wille der Rot-Blauen war, schnell zum Ausgleich zu kommen, ließ sich daran ablesen, dass das Team schon lange vor Wiederanpfiff auf dem Platz stand. Der Tatendrang wurde bald belohnt. Ein starker Freistoß von Sebastian Helms um die gegnerische Mauer konnte Grimpe nur abprallen lassen. André Ulrich spielte zu Alexander Dosch, dem mit seinem dritten Saisontor das umjubelte Tor zum 1:1 gelang. Doch die Freude war nur von kurzer Dauer. Denn fast im Gegenzug musste das Waldsee-Team einen erneuten Rückstand verkraften. Mit einem seiner direkt verwandelten Freistöße traf Patrick Hiber zum 1:2. Dieses Gegentor stieß den Krähen umso bitterer auf, da der Freistoß wohl kaum berechtigt war. So musste der TSV KK erneut einem Rückstand hinterherlaufen. Nach vorne ließ das Team jedoch die gewünschte Effektivität vermissen. Ein starker Schuss von Wladislaw Schmidt, der von Sebastian Helms per Freistoß vorbereitet und von Torhüter Grimpe gehalten wurde, blieb die einzig nennenswerte Torchance. So besiegelte der Treffer zum 1:3 in der 70.Minute durch Hussein Saade die Niederlage der Krähen.
Sicherlich ist es keine Schande, gegen den Tabellenfünften, der zudem mit einer Serie von nun 16 Punkten aus sechs Spielen aufwarten kann, zu verlieren. Umso wichtiger ist es jedoch, in den Duellen mit den direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt zu punkten. Davon wird es in den nächsten Wochen einige geben. Schon dem nächsten Spiel kommt eine große Bedeutung zu. Der TSV KK spielt am Sonnabend, 10. Oktober, um 16 Uhr beim MTV Almstedt. Beide Teams liegen mit fünf Punkten in der Tabelle nahezu gleichauf. Wegen des besseren Torverhältnisses liegen die Krähen vor dem MTV – und das soll auch nach dem
Spiel so bleiben.

Mannschaft: J. Helms, A. Ulrich, Heider (ab 46. T. Schmidt), Döpke, S. Helms, Schütz, Dosch (ab 72. Zimmermann), Koschinsky, W. Schmidt, Mücke (ab 46.Schwitalla), M. Ulrich Trainer: Schülke; Tore: 40.0:1 Daniel Bothe, 51.1:1 Alexander Dosch, 53.1:2 Patrick Hiber, 70.1:3 Hussein Saade