Die Jagd nach dem Treffer

Rehden hinter den Erwartungen

(rt). Nach einem Blick aus dem Fenster sollte eigentlich jedem klar sein, bei diesen Witterungsverhältnissen kann an Fußballspielen nicht gedacht werden. Doch Pustekuchen, wie das vergangene Wochenende bewies. Auch bei Minusgraden und unbespielbarem Platz müssen die Akteure ihre Stiefel schnüren. Über Sinn und Unsinn zu philosophieren bringt nicht wirklich etwas. Seit jeher wird am Ende des Jahres eine Diskussion entfacht, die die Entscheider nicht tangiert. Leidtragende sind die Zuschauer und die Akteure, die eher widerwillig an die Arbeit gehen. Ob die Spieler des SC Langenhagen den einen wichtigen Punkt gegen Hansa Lüneburg auch bei sommerlichen Temperaturen ergattert hätten, ist zu bezweifeln. Doch vielleicht hätte besseres Wetter auch mehr Motivation in deren Glieder gezaubert. Am Ende entschädigte die zweite Halbzeit, in der der Mannschaft von Trainer Hilger Wirtz fast noch der ersehnte Treffer zum Sieg gelungen wäre.
Seit nunmehr vier Spielen kam kein Torjubel mehr über die Lippen der Flughafenstädter. Damit muss langsam Schluss sein, will man nicht noch weiter in den Keller rutschen. Tabellenplatz acht gaukelt eine nicht vorhandene Sicherheit vor, die schnell in einem Negativstrudel enden kann. Der Abstand zum ersten Abstiegsplatz beträgt lediglich noch sechs Punkte. Und gerade die am Tabellenende stehenden Mannschaften sind auf der Suche nach Erfolgen fündig geworden.
In einem Abwärtstrend befindet sich zum Glück auch der heutige Gegner. Um 16 Uhr steigt im Kreis Diepholz beim BSV Rehden somit eine richtungsweisende Partie. Wer kann sich weiterhin im Mittelfeld behaupten? Die traditionell hoch gehandelten Spieler von Trainer Uwe Brunn konnten den Erwartungen bisher nicht gerecht werden. Ein Grund hierfür ist eine gewisse Unbeherrschtheit einiger Akteure. Nicht weniger als fünf Platzverweise stehen beim Tabellenneunten zu Buche. Dies veranlasste Brunn nach dem letzten Erfolg gegen Northeim zur Aussage „es ist ein Pulverfass“, was er nicht auf seine Position bezog, sondern auf die einiger Spieler. Ex-Profi Sergej Dikhtjar oder auch Mehmet Koc taten sich in der Vergangenheit durch Fehlverhalten hervor. Da diese jedoch für den Erfolg wichtig sind, kommt oftmals Unruhe in die Reihen der Rehdener. Vielleicht ein Ansatzpunkt für den SCL, um das Spielvermögen des Gegners zu unterbinden. Denn dass auf dem eigentlich unbespielbaren Untergrund ein guter Ball gespielt werden kann, zeigte die junge Truppe von Wirtz auch phasenweise gegen Lüneburg.