Doppelschlag bringt SCL nächsten Sieg

Stiftete im Strafraum des Gegners viel Unruhe – Arafat Tcha-Gnaou mit der Nummer 20.Foto: R. Thode

Konterchancen leichtfertig vergeben

(rt). Wie ein Sieg in dieser Spielzeit zustande kommt, kann dem SC Langenhagen ziemlich egal sein. Es geht in dieser Saison in der Oberliga lediglich darum, sechs Mannschaften in der Tabelle hinter sich zu lassen. Nach einem überragenden Start reichte es gegen Teutonia Uelzen am Ende zu einem knappen 2:1-Erfolg. Eine gute Empfehlung für die am kommenden Sonntag gegen Kickers Emden stattfindende Topbegegnung im Walter-Bettges-Stadion. Gegen die vom Ex-Langenhagener Andreas Berg interimsmäßig trainierte Uelzener Elf sah es anfangs nach einem Kantersieg aus. Pascal Biank per Abstauber nach einem Schuss von Ertan Ametovski, den der starke Thorben Reinhardt abwehren konnte und Sascha Pohl nach schöner Auflage von Ametovski trafen frühzeitig per Doppelschlag. Danach kontrollierte der Gastgeber die Partie gegen den verunsicherten Aufsteiger. Lediglich der nächste Treffer der Wirtz-Elf ließ auf sich warten. Als Berg an der Seitenlinie fast die Hutschnur platzte, und er lauthals drei sofortige Wechsel ankündigte, legte seine Mannschaft einen Gang zu. Mit einem schönen Distanzschuss verkürzte der wendige Markus Börngen. Danach lief beim SCL nichts mehr zusammen. Ein Fernschuss von Norman Arndt, der nur knapp sein Ziel verfehlte und nach der darauffolgenden Ecke ein abgefälschter Kopfball hätten schon den Ausgleich bringen können. Kurz vor dem Pausentee rettete Torhüter Alexander Dlugaiczyk gegen Danny-Torben Kühn. Mit einem glücklichen Vorsprung wurden vor 250 Zuschauern die Seiten gewechselt. Auch im zweiten Durchgang fanden die Hausherren nicht zurück in ihre Erfolgspur. Uelzen bestimmte nach wie vor das Geschehen. Wieder musste Dlugaiczyk einen Alleingang von Kühn stoppen. Der Ausgleich schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Mit der Hereinnahme von Torben Deppe und Stürmer Arafat Tcha-Gnaou kam dann neuer Wind ins Angriffsspiel. Deppe per Volleyabnahme, Biank nach dynamischem Durchbruch und Tcha-Gnaou mit drei Top Möglichkeiten hätten den Sack zu machen müssen. So wurden die letzten Minuten zur Zitterpartie. Beide Teams spielten weiter voll auf Angriff. Und plötzlich lag der Ball doch im Kasten des SCL. Nach einem langgezogenen Freistoß köpfte Arndt bedrängt ein. Schiedsrichter Sebastian Hübner, der sehr kleinlich pfiff, hatte jedoch ein Foulspiel gesehen. So blieb dem SCL ein später Ausgleichstreffer wie im letzten Heimspiel erspart, der auch nicht zwingend verdient gewesen wäre. Mit diesem Dreier bleiben die Flughafenstädter als Verfolger am Spitzenreiter BV Cloppenburg dran, was nach dieser nervenaufreibenden Partie indes niemanden ernsthaft interessierte. Werbung machte die junge Truppe von Trainer Wirtz für die nächste Heimbegegnung allemal. Mit Kickers Emden kommt am Sonntag ein echter Prüfstein an die Leibnizstraße.

Tore: 1:0 (8.) Biank, 2:0 (9.) Pohl, 2:1 (27.) Börngen

SCL: Dlugaiczyk – Lambach (71. Barudi), Heise, Tasky, Menneking – Hansmann, Hintzke – Biank, Pohl (63. Deppe), Harms – Ametovski (63. Tcha-Gnaou).