Doppelspieltag mit Drama

Das siegreiche Damen Team mit Kapitän, CO-Kapitän und Caddies. (Foto: christian kunze/www.alles-kunst.de)
 
Brandon Bernack spielte das beste Tagesergebnis aller Spieler. (Foto: christian kunze/www.alles-kunst.de)

Aufstieg in die zweite Golf-Bundesliga möglich

In Hainhaus gab es einen Doppelspieltag der Deutschen Golf Liga: Die Damen kämpften um den Aufstieg in die zweite Bundesliga, da sie sich bereits durch Ihre hervorragenden Leistungen bis auf einen Punkt an den Tabellenführer Paderborner Land heran gearbeitet hatten. Es war also ein wichtiges Spiel. Um Punkt 9 Uhr startete Spielführer Rudoph Schumacher das erste Match mit Anne-Kathrin Albrecht (Golfclub Langenhagen, GCL), Julia-Katharina Kunkel (Paderborner Land) und Mara Aumund (Achimer GC). Dieses Match sollte im weiteren Verlauf noch für einige Dramatik sorgen.Die erste Dreiviertel Stunde verlief ruhig, doch schon gegen 10 Uhr kam es zu einem Zwischenfall, bei dem sich der Caddie von Valerie Beneke (Thomas Beneke) nach einsetzendem Platzregen und Sturmböen an seinem Schirm so verletzte, dass er erst einmal verarztet werden musste. Das Spiel war zu diesem Zeitpunkt von der Spielleitung unterbrochen worden, da der Starkregen dafür gesorgt hatte, dass der Platz nicht bespielbar war. Kaum war diese erste Aufregung vorbei, bekam die Spielleitung Kenntnis davon, dass im ersten Match die Spielerin des GC Paderborner Land einen gravierenden Regelverstoß begangen hatte. Obwohl das Spiel unterbrochen war, hatte die Spielerin das Spiel selbstständig wieder aufgenommen und damit gegen Regeln verstoßen. Nach einer Befragung der Spielerin entschied die Spielleitung, die Spielerin zu disqualifizieren. Das hatte natürlich negative Konsequenzen für die Wertung der Paderbornerinnen, da diese nun kein Streichergebnis mehr einbringen konnten und damit alle verbleibenden Spielerinnen in der Wertung waren.Doch es sollte noch anders kommen: Die Paderbornerinnen und ihr Captain legten bei der Spielleitung Einspruch ein und besonders der Langenhagener Captain Andreas Kuhlemann äußerte gegenüber der Spielleitung, dass die Damen so nicht gewinnen wollten. So rief Spielleiter Gerd Zeitz über Umwege beim Golfverband an, um dort von einem Referee beraten zu werden. Es zog sich etwas, aber nach einiger Zeit bekam die Spielleitung einen Rückruf, bei dem die Möglichkeit eröffnet wurde, gemäß einem halbwegs ähnlich gelagerten Fall die Strafe aufzuheben. So wurde nach der fast zweistündigen Regenunterbrechung das Spiel fortgesetzt.Natürlich waren die Bedingungen auf dem immer noch pitschnassen Platz nicht optimal, aber die Damen gaben alles und so waren sie am Ende siegreich und schlugen den Golfclub Paderborner Land mit doch recht deutlichen zehn Schlägen Vorsprung.Jetzt wird es richtig spannend, denn die Langenhagener Damen sind damit punktgleich und müssen am letzten Spieltag in Kassel unbedingt einen Platz vor Paderborner Land abschließen, um den Aufstieg in die zweite Bundesliga zu schaffen.Präsident Jürgen Holzapfel gratulierte den Damen bei der Siegerehrung und kündigte an, für das Endspiel in Kassel am 6. August einen Bus chartern zu wollen, in dem Mitglieder des GC Langenhagen kostenlos nach Kassel fahren können, um die Damen zu unterstützen.Bedingt durch die Unterbrechung konnten die Herren ihren Spieltag erst knapp zwei Stunden später als geplant beginnen. Auch hier waren alle auf die Ergebnisse gespannt, denn mit einem Rückstand von nur zwei Punkten auf den Berliner Golfclub Gatow war der Aufstieg in die Regionalliga für die GCL-Herren noch in greifbarer Nähe.Unbeeindruckt vom nassen Platz und der langen Wartezeit zeigte Herrenmannschaft ihr Können. Alle sieben gewerteten Spieler blieben in ihren Ergebnissen einstellig und vier Golfer konnten sogar ihre Vorgabe verbessern.Als bester Spieler des gesamten Tages stand am Ende Brandon Bernack aus Langenhagen fest, der das Turnier mit einem Schlag unter Par beendete. Leider zahlte sich der Kampfgeist der Mannschaft am Ende nicht ganz aus, denn mit einem knappen Ergebnis von nur drei Schlägen Rückstand belegten sie den zweiten Platz hinter den Spielern aus Gatow. Den Berlinern ist der Aufstieg in die Regionalliga nun nicht mehr zu nehmen.