Echt stark – das Dutzend ist voll

Faszien-Fitness war eine Alternative.
 
Fechten konnte auch ausprobiert werden.

Zwölfter Frauensporttag Regionssportbund Hannover

Langenhagen. Ob brandneue Sportarten, angesagte Trendsetter oder aber klassische Disziplinen – der Frauensporttag des Regionssportbundes (RSB) Hannover bietet alljährlich all jenes zum Kennenlernen, Ausprobieren oder zur Vervollkommnung an. Kein Wunder, dass das Event in Langenhagen längst zum Selbstläufer geworden ist. Der RSB-Dauerbrenner feierte in diesem Jahr seine zwölfte Auflage und zählte abermals fast 500 Teilnehmerinnen.
Die jüngsten Frauen gerade mal 16 Jahre alt, die älteste Teilnehmerin zählte 79 Lenze. Das Angebot richtete sich an alle Altersklassen. Mitmachen konnte jede Frau; eine Vereinsmitgliedschaft ist nicht erforderlich. Die Auswahl an Kursen und Workshops reichte von „mächtig schwitzen“ über „ruhig und gesellig“ bis hin zu „entspannend und erholsam“. Vereinzelt kamen auch Wettkampfelemente nicht zu kurz.
Die Teilnahme am Frauensporttag war für nur 15 Euro möglich. Dafür gab es  jede Menge: So können die Frauen aus dem Komplettangebot von insgesamt 20 Workshops vier auswählen. Mehr ist einfach zeitlich nicht drin. Auch ein Mittagessen sowie diverse Getränke sind in der Gebühr enthalten. Besonderer Service ist die kostenlose Kinderbetreuung. Im Mehrgenerationenhaus (MGH) Langenhagen werden die Kids im Alter von drei bis acht Jahren versorgt, während Mama Sport treibt. Immerhin sieben Kinder nutzten diesmal das Angebot.
Sonnabend, 16. September – es ist voll rund um das Sportzentrum des SC Langenhagen. Gegen 9 Uhr herrscht bereits akute Parkplatznot. Mitarbeiter und Helfer des RSB haben alle Hände voll zu tun. Der Andrang ist wie gewohnt groß. Mit ein klein wenig Verzögerung begrüßen Dagmar Ernst und Anna-Janina Niebuhr vom Regionssportbund gemeinsam mit der stellvertretenden Gleichstellungsbeauftragten der Region, Mona Achterberg, die Teilnehmerinnen mit Mut machenden Worten: „Frauensporttag – echt stark!“
Neun Stationen sind im allein SCL-Sportzentrum aufgebaut. Auf dem Freigelände finden bei angenehmen Temperaturen das Bogenschießen, Crosstraining, Ultimate Frisbee, Bubble Soccer, Pétanque und das neuartige Kin-Ball statt. Indoor kommen die Angebote Strong by Zumba und Rückenfit hinzu sowie das Sportkegeln im benachbarten SCL-Vereinsheim. Zu den übrigen Workshops, die in der IGS, dem Gymnasium, der Peko- beziehungsweise Hermann-Löns-Halle stattfinden, gelangt man über direkte Wege durch den verbindenden Stadtpark. Neuheiten wie Lady Salsa, Jumping-Fitness oder Fechten finden dort ebenso das erwartete Interesse wie das Training für den Kopf – Aufmerksamkeitstraining und Meditation heißt der Kurs im DRK-Kindergarten.
Es kamen routinierte Teilnehmerinnen, aber auch jede Menge Neulinge. „Wir haben mit 118 Frauen eine erstaunlich hohe Zahl an Erstteilnehmerinnen“, bilanzierte Petra Busche vom Regionssportbund. Großes Interesse auch bei Frauen, die (noch) nicht im Vereinssport organisiert sind. Busche bezifferte die Zahl dieser Gruppe auf rund 130 Teilnehmerinnen. Gut für den Fortbestand des Frauensporttags: der Altersdurchschnitt – immer mehr jüngere Frauen entdecken den Sporttag für sich und dokumentierten seine Beliebtheit quasi nach dem Motto „Heiß begehrt wie nie!“
Die Veranstaltung findet übrigens jedes Jahr am dritten Sonnabend im September statt. Ein frühzeitiges Anmelden wird empfohlen, da die Teilnehmerzahl ist auf 500 begrenzt.
Bereits seit 2006 bietet der Regionssportbund Hannover den Frauensporttag in Langenhagen an. Aus der Flughafenstadt kamen in diesem Jahr 56 Teilnehmerinnen.
Hierbei handelt es sich um einen Schnuppertag, an dem Frauen ab 16 Jahren, in der Zeit von 9.30 bis 16.45 Uhr vier verschiedene Sportarten in Form von einstündigen Workshops ausprobieren können. Insgesamt stehen jedes Jahr 20 verschiedene und stetig wechselnde Sportarten zur Auswahl, darunter Altbewährtes und viele neue Sportarten und Bewegungsformen.
Seit dem ersten Termin erfreut sich der Frauensporttag großer Beliebtheit. Nachdem in den ersten drei Jahren die Teilnehmerzahlen bei 300 Frauen lagen, durften die sich Organisatoren bereits ab dem vierten Jahr über Anmeldungen stets über der 500er-Marke freuen. So kommt es, dass auf der einen Seite viele Frauen wiederholt teilnehmen und auf der anderen Seite ebenso ein Großteil der Teilnehmerinnen zum ersten Mal dabei ist. Auf diese Weise werden mehrere Ziele erreicht: Der Spaß am gemeinsamen Sporttreiben steht an erster Stelle. Vereinsmitglieder blicken über den Tellerrand und erhalten Anregungen durch das Angebot an Trendsportarten. Frauen, die keinem Sportverein angehören, bekommen einen Einblick in die Welt des Vereinswesens und entdecken Sportarten, die ihnen Spaß machen. Das Team des Regionssportbundes steht während und im Anschluss der Veranstaltung interessierten Frauen gern zur Seite, wenn es um die Suche nach einem Verein in Wohnortnähe geht, der die ausprobierte Sportart oder Bewegungsform im Angebot hat.