Ein 3:0-Arbeitssieg in Dedensen

Sparta hält lange die Spannung hoch

Die Erleichterung nach gut 90 Minuten war nicht nur ihm deutlich anzumerken, als Spartas 1.Vorsitzender Dieter Schwarz kurz und knapp feststellte: „Auch für einen Arbeitssieg gibt es drei Punkte!“ Die Rehabilitation für die Heimniederlage der Vorwoche war damit in Dedensen geschafft, wenngleich nicht verborgen blieb, dass den Schwarz-Gelben ein bisschen die zu Saisonbeginn gezeigte Leichtigkeit abhanden gekommen ist. Immerhin verteidigten die Spartaner nicht nur die Tabellenführung, sondern ebenso ihre makellose Auswärtsbilanz mit nunmehr sechs Siegen. Der Verfolger TSV Bokeloh ist ihnen allerdings bei einem weniger ausgetragenen Spiel dicht auf den Fersen. Im November stehen für die Elf vom Silbersee nun wahre Heimspiel-Wochen auf dem Programm. Die Teams aus Brelingen, Osterwald und Wedemark müssen nacheinander an der Emil-Berliner-Straße antreten bevor danach bereits die lange Winterpause einsetzt.
Ein ungemütlicher Wind wehte über das frei liegende Sportgelände der Gastgeber, die auf ihren B-Platz ausgewichen waren, auf dem beide Tore lediglich eine gefühlte Höhe von gerade einmal zwei Meter zu haben schienen. Ob dieses Umstandes konnten sie sich glücklich schätzen, dass bereits in der Anfangsphase zwei wohlgemeinte Schüsse von Dennis Schweer und seinem Namensvetter Rossmann äußerst knapp über dem zu niedrigen Querbalken statt im Netz landeten. Die Truppe des Trainer-Tandems Marek/Burgmüller bestimmte eindeutig das Geschehen, was auch durch eine Handvoll Eckbälle bereits in den ersten zehn Minuten dokumentiert wurde. Die frühe Führung von Stanislaus Vetter in der 14. Minute, der einen genauen Pass von Rossmann aufnahm, nährte die Hoffnung auf weitere Taten. Diese ließen in der Folgezeit allerdings auf sich warten, denn die zuvor recht flüssigen Angriffs-Aktionen verfingen sich immer häufiger in der dichtmaschigen Deckung der Platzherren. Man konnte manchmal den Eindruck gewinnen, dass die Spartaner gegen die in der Vorwärtsbewegung harmlosen Dedenser nur darauf aus waren, mit geringstem Aufwand über die Runden zu kommen. So blieb es in einer an Höhepunkten armen Begegnung bis zum Seitenwechsel bei der knappen Führung. Pech für Alexander Kuba, der mit einer Knieverletzung frühzeitig ausscheiden musste.
An der Rollenverteilung änderte sich auch im zweiten Abschnitt zunächst nichts. Der Widerstand der Mannschaft aus dem Seelzer Ortsteil beschränkte sich gegen feldüberlegene Gäste vorwiegend darauf, das eigene Gehäuse vielbeinig abzuschirmen. Gelegentliche Konter wurden zumeist im Aufbau vom lauffreudigen Bilel Khlifi sowie dem zweikampfstarken André Lange unterbunden. Erst in der letzten Viertelstunde nahm die Partie nochmals Fahrt auf. Ein Treffer, per Kopf von Lukas Lichtenstein erzielt (76. Minute), fand zunächst wegen Torwartbehinderung keine Anerkennung. Fünf Minuten später konnte sich der lange verletzt ausgefallene Angreifer dann aber doch noch über sein zweites Saisontor freuen. Viel zu spät lockerte danach auch Dedensen die starke Defensivhaltung, aber ebenso wie zu Beginn bei den Schüssen der Schwarz-Gelben wirkte sich nun auch bei ihnen die offensichtlich zu geringe Höhe des Tores negativ aus. Schweer setzte drei Minuten vor dem Abpfiff den Schlusspunkt zum 0:3 unter eine ansonsten wenig aufregende Begegnung. Fazit: Hauptsache gewonnen!
Am Sonntag tritt der 1. FC Brelingen zum Punktspiel am Silbersee an. Sparta tut gut daran, das Tabellenschlusslicht nicht zu unterschätzen, um keine weitere unliebsame Überraschung auf eigenem Gelände zu erleben, Spielbeginn 14 Uhr.

Aufstellung Sparta: Marcel Quarg; Sven Hoffmann, Levent Sönmez, Kai-Carsten Stock (85. Minute Thomas Puscher), Bilel Khlifi, André Lange, Alexander Kuba (38.Min. Daniel Hupp), Stanislaus Vetter (57. Minute Patrick Brodersen), Dennis Schweer, Lukas Lichtenstein, Dennis Rossmann.