„Ein gefährliches Spiel“

RECKEN wollen trotzdem gegen Lübbecke punkten

Auf den ersten Blick scheint die morgige Aufgabe für die TSV Hannover-Burgdorf absolut lösbar zu sein. DIE RECKEN empfangen mit dem TuS N-Lübbecke das aktuelle Schlusslicht in heimischer Halle. Bei genauerer Betrachtung wird hingegen klar, dass die Partie gegen die Ostwestfalen kein Selbstläufer wird. „Die hohe Derbyniederlage von Lübbecke zuletzt spielt uns nicht in die Karten. Der TuS kann an einem guten Tag viele Mannschaften in der Liga schlagen. Das wird ein gefährliches Spiel“, warnt Trainer Jens Bürkle seine Schützlinge.
Der 35-Jährige ruft sich dabei auch die Vorjahresplatzierung der Lübbecker ins Gedächtnis. „Sie waren vor uns platziert und verfügen über eine Mannschaft, die mit sehr guten Einzelspielern gespickt ist. Niklas Pieczkowski, Jens Schöngarth oder Vuko Borozan können eine Partie im Alleingang entscheiden“, hat Bürkle den nötigen Respekt vor den Ostwestfalen. Gleichwohl weiß der Schwabe aber, dass „wir mit einer sehr guten Leistung auch große Chancen auf zwei Punkte haben werden.“
Nach den beiden Auswärtsniederlagen sind DIE RECKEN froh, am Freitag wieder vor heimischem Publikum antreten zu dürfen. „Die Stimmung in der Swiss Life Hall ist immer sehr gut und hilft uns als Spieler ungemein“, bestätigt Malte Semisch den Faneffekt. Für den RECKEN-Torhüter ist die morgige Begegnung „eine ganz besondere.“ Zwei Jahre stand Semisch zwischen den Pfosten der Ostwestfalen und kennt die Lübbecker Spieler daher noch sehr gut. „Ich freue mich auf die Partie und das Wiedersehen mit einigen Akteuren, aber die Freundschaft wird für 60 Minuten ruhen.“
Ob Semisch gegen seinen ehemaligen Verein in der Startformation stehen wird, entscheidet Jens Bürkle erst kurz vor dem Anpfiff. „Wir verfügen mit Martin Ziemer und Malte Semisch über ein sehr gutes Gespann. Die Entwicklung von Malte ist sehr positiv, aber wer am Freitagabend im Tor beginnen wird, steht noch nicht fest“, lässt sich der 35-Jährige nicht in die Karten gucken.
Mit Lars Lehnhoff drängt zudem ein weiterer Spieler nach überstandener Verletzung in den RECKEN-Kader. „Lars hat die letzten Tage sehr gut trainiert. Wenn er so eine Leistung auch im Spiel zeigen könnte, wäre ich hochzufrieden“, lobt Bürkle seinen Flügelflitzer. Definitiv verzichten muss der RECKEN-Trainer auf Torge Johannsen und Csaba Szücs.
Das Spiel gegen Lübbecke ist der Auftakt zu intensiven Dezemberwochen für DIE RECKEN. Fünf Partien bestreiten die Niedersachsen noch, bevor es in die Winterpause geht. „Der Dezember ist für uns eine gute Chance, um nach vorne zu kommen“, weiß Malte Semisch um die Bedeutung des letzten Kalendermonats.
Wenn die RECKEN-Profis die Warnungen ihres Trainers ernst nehmen, könnte ein gelungener Start gegen den TuS N-Lübbecke der Grundstein für einen erfolgreichen Jahresabschluss sein.