„Ein gefühlter Sieg“

RECKEN nehmen Punkt gegen Flensburg mit

Nach dem Unentschieden im letzten Heimspiel gegen den SC Magdeburg wusste man im Lager der TSV Hannover-Burgdorf nicht, ob es ein Punktgewinn oder ein Punktverlust war. Nach dem 25:25 (10:15) Remis gegen die SG Flensburg-Handewitt war die Meinung bei Sven-Sören Christophersen und Co. aber eindeutig. „Grandios wie die Mannschaft sich heute wieder zurückgekämpft hat. Wir wissen zwar noch nicht, wie wir einen Punkt gewinnen konnten, aber den nehmen wir sehr gerne mit“, freute sich der Rückraumspieler, der das letzte Tor für DIE RECKEN rund 50 Sekunden vor Spielende erzielt hatte. Den letzten Angriff der Flensburger konnten die Niedersachsen erfolgreich unterbinden und damit einen Punkt mitnehmen, nach dem es rund 50 Minuten lang nicht ausgesehen hatte.
Denn die SG Flensburg-Handewitt wurde zu Beginn der Partie ihrer Favoritenrolle schnell gerecht. Mit beweglichem und variablem Angriffsspiel sowie konsequenter Verteidigung hielten die Norddeutschen die Niedersachsen auf Distanz. Bis zur Pause gerieten DIE RECKEN folglich mit 10:15 in Rückstand. Nach der Halbzeitunterbrechung bot sich den 4.100 Zuschauern in der RECKEN-Festung zunächst das gleiche Bild. DIE RECKEN versuchten alles, aber es gelang den Bürkle-Schützlingen erstmal nicht, den Rückstand zu verkürzen. „Wir haben das Spiel lange kontrolliert, aber dann wurden einige Spieler müde und wir mussten Wechseln. Dadurch haben wir unseren Rhythmus verloren“, erklärte Flensburgs Trainer Lubomir Vranjes nach Spielende.
Die Schlussphase, vor allem aber die letzten zehn Minuten, sollten dann auch den RECKEN gehören. Aus einem 19:24 Rückstand (50.) machten DIE RECKEN ein 22:24(53.). Flensburg konterte zum 22:25, was aber der letzte Treffer der Gäste bleiben sollte. Bis zum Schlusspfiff ließ die RECKEN-Abwehr keinen weiteren Gegentreffer mehr zu. „Unsere Abwehrleistung war in der letzten Viertelstunde sehr gut. Wir haben uns den Punkt dadurch redlich verdient“, befand Sven-Sören Christophersen.
Zwei Treffer des Rückraumspielers sowie ein Tor von Kai Häfner besorgten den 25:25 Endstand. Eine großes Lob erhielt auch Gäste-Torwart Matthias Andersson, der im letzten RECKEN-Angriff einen abgefälschten Wurf von Christophersen nicht berührt hatte und dies auf Nachfrage der Schiedsrichter, die die Situation nicht eindeutig gesehen hatten, auch bestätigte. „Großen Respekt für Matthias, dass er in so einer spielentscheidenden Phase die Wahrheit gesagt hat“, erkannte Geschäftsführer Benjamin Chatton an.
„Das Unentschieden fühlt sich wie ein Sieg an. Großes Kompliment an die Mannschaft für die großartige Leistung, die sie vor allem auch emotional auf dem Feld gebracht hat“, war Trainer Jens Bürkle nach Spielschluss voll des Lobes für sein Team. „Wir haben die Konter der SG Flensburg-Handewitt weitestgehend verhindern können“, zählte der RECKEN-Coach einen Erfolgsschlüssel auf.
Dass das Unentschieden wie ein Sieg gefeiert wurde bei der TSV Hannover-Burgdorf bestätigte auch Geschäftsführer Chatton. „Wir haben zwar noch keinen Sieg in 2016 erzielt. Aber heute fühlt es sich definitiv so an.“