Ein neues Zuhause

Wiesenau: Pro-Judo ist am Ende/JCG bietet Mitgliedern drei kostenlose Probemonate an

„Dass der Verein Pro-Judo nicht weitergeführt wird, ist eigentlich schade“ bedauert Sportwart Wilfried Kolloch vom JC Godshorn die Tatsache, dass der sozialpädagogisch orientierte Pro-Judoverein seine Tore geschlossen hat. Nachdem bereits Anfang des Jahres der Austritt aus dem Niedersächsischen Judo Verband erfolgte, war es für Kolloch allerdings auch nur noch eine Frage der Zeit, wann Pro-Judo vollends aufgeben muss. Ein Verein, der keine offizielle Verbandszugehörigkeit hat, kann nicht an Meisterschaften, Turnieren, Lehrgängen und anderen Angeboten der Judoverbände teilnehmen und somit auch keine gültigen Gürtelprüfungen abnehmen. Gerade Gürtelprüfungen sind aber ein sehr gutes Motivationsinstrument für die von Pro-Judo angesprochene Judo-Anhängerschaft. Der 1. Vorsitzende des JC Godshorn, Jürgen Kliem, erinnert sich daran zurück, als Osman Yanar als Trainer noch für Godshorn tätig war. „Er ist ein brillanter Techniker und ein sehr sozial eingestellter Mensch. Aus diesem Grund passte er auch sehr gut in unser Trainingssystem. Die soziale Komponente und das Thema Integration wird im JC Godshorn in großer Bandbreite seit der Vereinsgründung gelebt.“ Der JC Godshorn hat seit vielen Jahren beispielsweise auch eine Handicapgruppe, die regelmäßig an allen Angeboten des Vereins teilnimmt und dem entsprechend natürlich auch mit den nicht behinderten Vereinskameraden gemeinsam trainiert. Im JC Godshorn sind grundsätzlich Menschen in jedem Alter und jeder Nationalität willkommen, um aktiv und gesund Judo zu betreiben.
Kliem weiter: „Selbstverständlich sind bei uns auch Kinder, die nicht einfach zu trainieren und pädagogisch zu führen sind. Durch das Zusammenspiel mit den anderen Kindern in der Gruppe können die Problemstellungen viel einfacher gelöst werden. Unsere Trainer sind sehr gut ausgebildet und stehen natürlich auch immer wieder mit den Eltern im Gespräch.“ Vielleicht macht das gemeinsame Training aller den Unterschied aus. Warum sollte man auch die schwierigeren Kinder gesondert trainieren? Aus Sicht des JC Godshorn macht das wenig Sinn, denn die Probleme werden so nur isoliert und verlagert. Der JC Godshorn möchte nun all denen helfen, die bisher bei Pro-Judo ein Zuhause gefunden hatten. „Wir bieten den Kindern gerne an, bis zu drei Monaten kostenfrei im JC Godshorn zu trainieren. Finanziell wird das sicher eine Belastung, aber der menschliche Faktor steht hier im Vordergrund“ gibt Kliem bekannt.
Allen Pro-Judoka wird somit angeboten, bei einer der vielen Trainingszeiten des JC Godshorn vorbeizuschauen und die jeweiligen Trainer anzusprechen. Für Fragen steht der Sportwart Wilfried Kolloch gern unter der Rufnummer (0173) 2 41 55 37 oder per E-Mail an: w.kolloch@jcgodshorn.de zur Verfügung.
Informationen zu dem vom Deutschen Judo Bund zertifizierten Judoverein und zu den Trainingszeiten gibt es auch im Internet unter der Adresse: www.jcgodshorn.de