Ein Spiel zum Vergessen

Sparta kommt nach langer Zwangspause nicht in Tritt

Im Kreisliga-Fußballspiel gegen TSV Mariensee/Wulfelade ging der DJK Sparta mit 4:1 unter. Sie waren zwar anwesend, aber nicht wirklich dabei. Und dieser Umstand war für die Miri-Truppe an diesem nahezu frühlingshaften ersten Tag der Zeitumstellung mehr als bedauerlich. Gemeint waren Bilel Khlifi und Gezim Kelmendi, die verletzungsbedingt nur als Zuschauer am Spielfeldrand weilten. Auf den unermüdlichen Dauerrenner Khlifi wird man bei Sparta nach dessen Schulteroperation im Oktober frühestens wieder in der neuen Saison bauen können, während beim Mittelfeldstrategen Kelmendi die Nervenentzündung im Bein hoffentlich kurzfristiger einen Wiedereinsatz zulässt. Wenn dann auch noch Cem Erkan wegen seiner langwierigen Knöchelverletzung nur auf der Bank für den Notfall zur Verfügung stand, konnte man die Sorgen von Jamal Miri vor dem Auftritt beim Aufsteiger und Tabellennachbarn gut nachvollziehen. Aus der zweiten Mannschaft hielten sich darüber hinaus Maurice Weiß sowie Marcel Gräger als Auswechselspieler bereit. Alles in allem also nicht die besten Voraussetzungen, um die Bilanz dieses Jahres mit Niederlagen in Engelbostel (0:1) sowie Luthe (1:4) zu verbessern.
Auf einem erstaunlich gut bespielbaren Untergrund kamen beide Teams zwar motiviert aus den Kabinen, aber so richtig erfreuen konnten sich die Besucher über die Darbietungen auf dem grünen Rasen wahrlich nicht. Meist spielte sich das Geschehen in gebührendem Abstand zum jeweiligen Strafraum ab, sodass beide Torhüter zunächst einen geruhsamen Nachmittag verlebten. Es war daher eine Partie, die eigentlich nur mit einer Nullnummer in die Pause gehen konnte. Das erste offensive Lebenszeichen führte allerdings in der 44. Minute zur überraschenden Führung der Platzherren. Einen Rückpass von der Torauslinie, den Spartas Abwehr durch energischeres Eingreifen durchaus hätte verhindern können, nahm Mariensees Nummer sieben, Tom Ziemann, direkt und ließ mit dem ersten echten Schuss Richtung Hafez Hasso Spartas Keeper keine Chance. Auf der Gegenseite setzte Ali Damergi in der Nachspielzeit zu einem beherzten Solo in den TSV-Sechzehner an und wurde dabei regelwidrig zu Fall gebracht. Klarer Fall für Schiri Martin Homfeld aus Nienburg, nämlich Elfmeter für die Schwarz-Gelben. Mit seinem 13. Saisontreffer stellte Damergi vom Punkt den unerwarteten Ausgleich zum 1:1 her und nährte damit zumindest die Hoffnung auf einen positiven Verlauf der zweiten Halbzeit.
Tatsächlich ergriffen die Spartaner beflügelt durch das Erfolgserlebnis zu Beginn der zweiten Halbzeit die Initiative. Besonders Damergi, dem zuvor die Unterstützung aus dem Mittelfeld gefehlt hatte, konnte nun besser in Szene gesetzt werden. Bei seinem Schuss von der Strafraumgrenze musste Timo Seidel im Tor der Gastgeber in der 57. Minute eine wahre Glanztat vollbringen, um einen Rückstand zu verhindern. Die Hausherren verlegten sich auf Konter und dabei offenbarten sich nach einigen Umstellungen im Deckungsverbund der Schwarz-Gelben erhebliche Lücken, die erneut Tom Ziemann in der 70.Minute zum 2:1 für seine Farben nutzte. Von diesem Rückschlag erholten sich die Miri-Schützlinge an diesem Tage nicht mehr. Finn Isocki per Kopfball nach einer Ecke (80. Minute) sowie nochmals Ziemann per Strafstoß (82. Minute) sorgten für einen letztlich deutliche Erfolg der Heimmannschaft.
Nach drei Auswärtsspielen am Stück erwartet Sparta am Sonnabend, 31. März, um 16 Uhr den TSV Poggenhagen. Im ersten Heimspiel des Jahres möchte man natürlich möglichst die Punkte am Silbersee behalten und wie im Hinspiel beim 4:3-Erfolg glänzen.
Aufstellung: Hafez Hasso; German Ullmann, David Waziri, Sedat Ekinci, Issa Saado, Mirko Reinicke, Jamal Miri (66. Minute Marcel Gräger), Niklas Neumann, Juri Cuiko (76. Minute Cem Erkan), Rinaz Ossman (50. Minute Maurice Weiß), Ali Damergi.