Einbahnstraßen-Fußball

3:3: Sparta lässt beste Chancen aus

Spuren eines ungebetenen Besuches waren vor dem Rückrundenauftakt auf eigenem Geläuf bei Sparta zu verzeichnen. Eine Maulwurffamilie hatte massiv ihr Unwesen getrieben und erst ein spontaner Einsatz von Platzwart Ernst „Erni“ Brase sorgte dafür, dass nach der witterungsbedingten zweiwöchigen Zwangspause nicht ein weiterer Ausfall hingenommen werden musste. Bei ungemütlichen äußeren Bedingungen kamen beide Mannschaften zunächst nicht so recht in Fahrt und bestätigten mit ihrer Spielweise, warum sie nur im Tabellenmittelfeld angesiedelt sind. Ein erster flüssiger Angriff brachte Frank Damitz in der 10. Minute in gute Schussposition, wobei das Spielgerät lediglich am Außennetz landete. Die Schwarz-Gelben entwickelten fortan zwar verstärkte Offensivbemühungen, aber vor dem gegnerischen Gehäuse agierte man einfach zu hektisch. Bezeichnend, dass der sonst so torgefährliche Christian Kreil zweimal im Fünfmeterraum an TSV-Keeper Felix Decker scheiterte. Nach einer halben Stunde standen für die Hausherren 6:0- Ecken zu Buche, ohne, dass es daraus Zählbares zu registrieren gab. Ein Beispiel für Effizienz lieferten dagegen die Gäste, denen im Anschluss an ihren ersten Eckstoß in der 35. Minute durch Rune Dallmann der Führungstreffer gelang. Torsten Funke, bei Sparta üblicherweise in den hinteren Reihen tätig, zeigte nur zwei Minuten später ungeahnte Vollstreckerqualitäten und besorgte mit seinem ersten Saisontor den Ausgleich. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff fühlten sich die Besucher an den Fehlschuss des BVB-Stürmers Kuba im Bundesligaspiel gegen Freiburg erinnert, als Emre Geltetik in ähnlicher Manier die größte Chance der ersten Halbzeit vergab.
„Einmal muss der Knoten vor dem Tor doch platzen!“ Spartas Coach Cenk Onulmaz verbreitete angesichts der Dominanz seiner Mannschaft Zuversicht nach dem Wiederanpfiff. Indes, sein Team stand sich auch in der Folge meist selbst im Weg. Eine Serie von Eckbällen bis zur 60. Minute und das Auslassen weiterer Möglichkeiten durch Ufuk Sahin und Maurizio Meloni waren erkennbare Indizien für anhaltende Mängel beim Abschluss. Erneut demonstrierte TSV Horst in Person von Rune Dallmann auf der Gegenseite wie man es besser macht. Bei seinem Heber hatte der bis dahin ziemlich beschäftigungslose Thomas Möller wiederum das Nachsehen (64.Minute). Zu allem Überfluss unterlief Sascha Häseler nur drei Minuten später ein Missgeschick im eigenen Strafraum, das Christian Schmidt für die Gäste konsequent zum 1:3 ausnutzte. Es sprach zumindest für die Moral der Spartaner, dass sie unverdrossen versuchten, diesen Rückstand wettzumachen. Während des energischen Endspurts klappte es dann doch noch mit dem Toreschießen. Frank Damitz per Kopf (81. Minute) sowie der eingewechselte Yavus Agirman (87. Minute) stellten den hochverdienten Ausgleich sicher. In Anbetracht des Spielverlaufs dennoch erneut zwei verlorene Punkte.
Am Donnerstag, 25. November, steht um 19 Uhr das Nachholspiel am Waldsee bei der Reserve des TSV KK auf dem Programm und am kommenden Sonntag ist TuS Garbsen II Gastgeber um 14 Uhr am Kochlandsweg. Zwei Auswärtspartien, in denen die Elf vom Silbersee sich für die zuletzt schwachen Auftritte rehabilitieren kann.
Aufstellung; Thomas Möller; Kai Stebner, Sascha Häseler (ab 71. Minute Yavus Agirman), Emre Geltetik , Torsten Funke, Christian Recht, Andrew Asare (ab 70. Minute Alexander Luft), Ufuk Sahin, Christian Kreil, Frank Damitz.