Eine Halbzeit lang fast blind

Andreas Wendt hat alles im Griff.

SVL-Wasserballer verlieren unnötigerweise mit 3:9

Die Wasserballer des SVL haben sich den Saisonabschluss durch eine in dieser Form vollkommen unnötige 3:9-(0:4, 0:1, 2:2,1:2)-Auswärtsniederlage beim SV Stadtoldendorf verdorben.
Die Langenhagener hatten sich bei besten äußeren Bedingungen vorgenommen, bei dem sehr heimstarken Aufsteiger aus dem Ith die Punkte mitzunehmen. Die Vorzeichen waren gut. Nicht nur strahlender Sonnenschein im gut besuchten Freibad, sondern auch eine fast vollständige Mannschaft machte die Langenhagener optimistisch. Zwar war der SVL vor der Heimstärke des Gegners gewarnt, immerhin hatten diese gerade die Spitzenteams aus Laatzen und Syke besiegt. Da dem SVL jedoch dasselbe Kunststück gelungen war, herrschte Optimismus. Und der SVL legte auch sehr druckvoll los und erarbeitete sich zahlreiche Torchancen und in der Anfangsphase gegen die gewohnt ruppig spielenden Gastgeber gleich drei Überzahlsituationen. Doch bereits in dieser Phase des Spieles zeigte sich ein später immer wichtiger werdendes Detail. Da der SVL die ersten beiden Viertel gegen die tiefstehende Sonne spielen musste, die sich im Wasser gleißend spiegelte, war zumindest auf der linken Spielfeldseite überhaupt nicht zu erkennen, was sich vor dem Tor der Stadtoldendorfer abspielte. Daher war überhaupt kein sicheres Passspiel möglich. Leider gelang es dem SVL nicht, die Überzahlspiele in Tore umzusetzen. Das dritte Überzahlspiel führte dann aufgrund eines Ballverlustes und einer naiven Defensive zum völlig unverdienten Führungstreffer der bis dahin vollkommen harmlosen Hausherren. Diese steigerten sich nun zusehends und verstärkten die Pressdeckung gegen die geblendeten SVLer.
Zwei weitere schlecht verteidigte Kontertore in kurzer Zeit waren die Folge. Zudem kam der SVL mit der körperlichen Härte der Gastgeber nicht wirklich gut zurecht. Kurz vor der Viertelpause ging Stadtoldendorf sogar mit 4:0 in Führung. Da der SVL bis zu diesem Zeitpunkt selbst bereits sechs klare Chancen versiebt hatte, fühlte man sich wie im falschen Film. Das zweite Viertel lief nicht viel besser auch hier hatte der SVL zahlreiche Chancen nicht nutzen können. Besser war allein, dass der SVL keine Tempogegenstöße mehr zuließ. Trotzdem ging auch das zweite Viertel mit 0:1 verloren. Beim Halbzeitstand von 0:5 und nach dem Seitenwechsel kam kurz noch einmal Hoffnung auf, nachdem endlich der erste Treffer zum 1:5 gelang. Leider war nach dem Seitenwechsel die Sonne hinter dem Ith verschwunden, so dass die Gastgeber mit keinen Sichtbehinderungen zu kämpfen hatten.
Da der SVL weiter munter seine Chancen nicht nutzte (Latte, Pfosten und der starke Keeper waren im Weg), wurde das Spiel nicht mehr gekippt.
Die Spieler waren nach dem Schlusspfiff mit ihrer Offensivleistung sehr unzufrieden und mussten die gute Rückrunde mit einer besonders in der Höhe sehr bitteren Niederlage beenden.
Normalform hatten eigentlich nur Torwart Überheide und Centerverteidiger Andreas Wendt, der nach seiner Reaktivierung langsam wieder zu alter Stärke zurückfindet.
Die Tore warfen Mundt, Kula und Neumann.