Eine sensationelle Saison gekrönt

Das erfolgreiche Damen-Team aus Langenhagen mit Captain, Co-Captain und Trainer.

Golfclub Langenhagen: Damen steigen auf

Am letzten Liga-Spieltag der Damen des Golf-Clubs Langenhagen sollte sich entscheiden, wer den Aufstieg in die zweite Bundesliga schafft – das Team aus Langenhagen oder die Mannschaft des Golfclubs Paderborner Land.
Für die Matches hatte Teamcaptain Andreas Kuhlemann die Spielerinnen Anne-Kathrin Albrecht, Kathrin Grellmann, Pia Böhmer, Valerie Benecke, Christina Koerbs und Lena Marie Albrecht aufgestellt. Die besten vier Spielerinnen aus Langenhagen traten dabei gegen die besten vier aus Paderborn an, sodass diese Matches einen Matchplay- Charakter bekamen.
Anne-Kathrin Albrecht ging als Erste auf die Runde. Nach einem etwas holprigen Start zeigte sie ihre Klasse und Nervenstärke und kam am Ende mit einer hervorragenden +3 von der 18. Bahn. Ihre direkte Gegenspielerin aus Paderborn musste eine +11 verzeichnen, so dass die Langenhagener erst einmal aufatmen konnten.
Das zweite Ergebnis brachte Kathrin Grellmann heim. Nach einem starken Auftakt und sicherem Spiel auf der ersten Hälfte, lagen ihr die zweiten 9 Löcher an diesem Tag nicht so sehr und so musste sie am Ende ein Ergebnis von 14 über Par verzeichnen. Die Paderbornerin, die im nächsten Match folgte, hatte eine +7 gespielt und so schmolz der Langenhagener Vorsprung von 8 auf einen Schlag.  Pia Böhmer lag nach Ihrer Runde mit insgesamt +10 über Par vier Schläge schlechter als die Paderbornerin in ihrem Match. Jede Mannschaft darf am Ende das schlechteste Ergebnis streichen und unter Berücksichtigung dieser Regel, wonach die bis dahin schlechtesten Scores beider Mannschaften keine Berücksichtigung fand, stand es nun 13:17 – wieder ein Vorsprung von vier Schlägen.
Valerie Benecke ließ alle schon heimgekehrten Spieler sowie die mitgereisten Langenhagener weiter durchatmen. Mit einer sehr guten +6 konnte sie das Ergebnis ihres Teams weiter verbessern. Im Gegensatz zu Paderborn, die ihrer Ergebnisliste nun eine +12 hinzufügen mussten. Somit stand es – unter Berücksichtigung von möglichen Streichergebnissen – 19:24 – ein Vorsprung von fünf Schlägen für Langenhagen.
Mittlerweile hielt es niemanden mehr auf der Terrasse, alle Langenhagener standen nun an der 18. Bahn, um keinen Schlag der letzten beiden Spielerinnen zu verpassen.
Da es auf diesem Teil des Platzes weder eine Telefon- noch eine Internetverbindung gab, war der Informationsfluss zwischen den Matches und dem Captain schon seit geraumer Zeit abgebrochen, so dass niemand Kenntnis über den Spielstand von Christina Koerbs hatte. Ihr Abschlag auf der letzten Bahn war hervorragend und alle freuten sich, dass Christina nur noch einen kurzen Schlag ins Grün hatte, den sie zur großen Freude der Langenhagener dicht an die Fahne spielte. Als sie ihren Birdie-Putt einlochte, war nicht nur Ihre Erleichterung riesig – auch die Zuschauer brachen in lauten Jubel aus. In diesem Match standen sich nun Ergebnisse von +9 (Christina) und +5 (Paderborn) gegenüber, so dass der Vorsprung der Langenhagener Damen auf einen Schlag schrumpfte. Es stand nur noch 28:29.
Dramatischer konnte es vor der Rückkehr der letzten Damen nun nicht mehr sein. Die Spannung war deutlich spürbar und als die letzte Spielerin Lena-Marie Albrecht ihren Abschlag etwas zu weit rechts platzierte und der Ball einen Ast streifte, drohten die ersten Zuschauer fast zu kollabieren. Der Schreck war jedoch schnell vorbei, denn Lenas Ball lag trotzdem hervorragend, und so spielte sie ihn problemlos aufs Grün. Sie beendete ihre Runde mit einem Par und insgesamt mit einer sehr guten +5. Als bekannt wurde, dass die letzte Paderborner Spielerin ihre Runde mit 14 über Par beendet hatte, stand der Sieg fest. Beide Teams konnten die schlechtesten Ergebnisse (in beiden Fällen eine +14) streichen und so stand es nun 33:41. Langenhagen hatte einen Vorsprung von acht Schlägen Zum zweiten Mal ziehen die Damen des Golfclubs Langenhagen nun in die zweite Bundesliga ein. Eine sensationelle Saison wurde somit gekrönt.
Trainer Nils Wömpner ist damit ein großartiges Debüt gelungen, indem er im ersten Jahr als Trainer der Damenmannschaft den Aufstieg in die Bundesliga schaffte.