Erneute Schwäche bei Standards kostet Punkte

Engelbostel unterliegt bei den Krähen mit 2:3

Fußball. Es sollte die Wende folgen: das Kreisligateam des MTV Engelbostel-Schulenburg wollte bei der Reserve des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide mit einem Sieg zurück in die Erfolgsspur. Personell und systemseitig wurde vom Trainerteam Florian Meybohm und Marcus Bohne einiges umgestellt. So agierten die „Füchse“ im 4-3-3-System. In der Anfangsviertelstunde wurden die Hausherren auch unter Druck gesetzt und es gab zwei bis drei gute Chancen, doch der Treffer sollte auf der anderen Seite fallen. Nach einem Fehler im Spielaufbau nutzten die Hausherren den Freiraum und trafen aus sechs Metern zur Führung (16.). Doch der MTV hatte die passende Antwort. Kai Bussius traf per Kopf zunächst nicht – stand aber auch im Abseits - doch nur zwei Minuten später (21.) traf Rechtsaußen Lasse Stadtkowitz nach einem Pass in den Rückraum von Marc Glenewinkel zum Ausgleich. Bis zur Pause waren gute Ansätze zu erkennen, doch der letzte Pass kam nicht an. Hin und wieder gab es die üblichen Schwächen im Aufbauspiel, so dass auch die „Krähen“ ein paar gute Chancen hatten. Kurz vor der Pause war es dann eine Standardsituation, die die Hausherren erneut in Führung brachte (43.). Einen scharf getretenen Freistoß verlängerte ein KK-Spieler aus Nahdistanz. Nach deftigen Worten und einem Wechsel im Team sollte die Partie gedreht werden. Doch nur fünf Minuten nach dem Wechsel erhöhten die Krähenwinkeler auf 3:1. Erneut war es ein Freistoß, der aus acht Metern über die Linie geköpft wurde. Der Plan des „Füchseteams“ war damit über den Haufen geworfen. Mit zwei weiteren Wechseln wurde nun voll auf Offensive gesetzt. Kai Bussius wurde dann zum tragischen Helden. Einen Kopfball aus zwei Metern und einen Schuss aus fünf Metern brachte er freistehend nicht im Gehäuse unter, sonst wäre schon frühzeitig der Anschluss hergestellt gewesen. Sonst brachte Bussius erst in der 80. Minute mit seiner wohl schlechtesten Chance sein Team wieder heran. Nun war alles möglich. Angriff über Angriff rollte auf das „Krähengehäuse“, ein Pfostenschuss hier, eine verpasste Flanke da, der Ball wollte nicht rein gehen. Auch die Hausherren hatten bei Konterchancen die Möglichkeit, den Sack zuzumachen. „Wir sind nicht belohnt worden, trotz vieler guter Chancen. Hier fehlte in der gefährlichen Zone die letzte Entschlossenheit beziehungsweise die richtige Entscheidung. Wir sind nicht zufrieden mit unserem Spiel in den letzten Wochen. Daran müssen und werden wir arbeiten,“ so Coach Marcus Bohne enttäuscht. „Wir stehen nun unten drin und es geht ab sofort erst mal gegen den Abstieg. Das sollte jetzt allen Spielern klar sein.“ Am nächsten Sonntag, 25. November 2012 (14 Uhr), geht es zum Spitzenreiter TSV Schloß Ricklingen, wo es schwer werden wird, etwas Zählbares einzufahren.
So haben sie gespielt: Schwerendt, Glenewinkel, Alin, Cierpka (Acur), Geltetik (Gawronski), R. Schlemon, Skibinski, Stadtkowitz, M. Schlemon (Gündüz), Bajrovic, Bussius