Erst zum Schluss geht die Puste aus

1:3 - Sparta unterliegt in zweifacher Unterzahl

Die rhetorische Frage nach dieser turbulenten Begegnung lag wohl beim Schlusspfiff so manchem Anhänger Spartas auf den Lippen: Was wäre möglich gewesen, wenn sich die Schwarz-Gelben nicht wiederum durch Undiszipliniertheiten um den Lohn für eine couragierte Leistung gebracht hätten? Natürlich muss dabei hinterfragt werden, ob ein Unparteiischer bereits in der Anfangsphase(6.Min.) für ein dezentes Wegkicken des Balles die gelbe Karte ziehen muss, wie im Fall Alexander Steinpreis geschehen und fortan jede Aktion dieses Spielers zugunsten des Gegners auslegt? Einen blendenden Start hatten die Platzherren zu diesem Zeitpunkt hingelegt. Die erste Ecke von Dennis Schweer bugsierte Arda Evrem im Fallen zur 1:0-Führung über die Torlinie (5. Minute). Man spürte förmlich, dass dieser frühe Treffer den Akteuren Sicherheit und Auftrieb verlieh und der Tabellenzweite aus Scharrel in der Folge so manch kritische Situation zu überstehen hatte. Die fragwürdige Ampelkarte für den quirligen Steinpreis nach exakt einer halben Stunde bremste den Elan der Spartaner merklich und veranlasste das Trainer-Duo Burgmüller/Schmeisser gezwungenermaßen auf eine etwas defensivere Taktik umzustellen. Der gut aufgelegte Kevin Nöhren konnte sich bis zum Gang in die Kabinen gegen die nun stärker aufkommenden Gäste noch zweimal auszeichnen, ansonsten erledigte Spartas zuletzt doch recht anfällige Deckung ihre Aufgabe gegen den zweitstärksten Angriff der Staffel nahezu fehlerfrei.
Zum Knackpunkt dieser Partie kam es zehn Minuten nach Wiederanpfiff. Den Gästen, nun mit deutlicher Dominanz und bis dahin einigen ausgelassenen Großchancen, gelang durch ihren Torjäger Sven Homann aus einem Gewühl im Fünfmeterraum der Ausgleich. Eine sich anschließende hitzige Diskussion und Rangelei führte zu einer roten Karte für Ramon Wieghold, der sein Team damit weiter dezimierte. Mit nunmehr acht Feldspielern stand die Elf vom Silbersee danach unter Dauerdruck. Allerdings entwickelten die Schwarz-Gelben eine in dieser Saison eher selten erlebte Leidenschaft und Hingabe, mit der das Remis bis zur 81.Minute verteidigt wurde. Erst SV-Stürmer Arne Stimpfig erlöste seine Farben mit dem Treffer zum 1:2. Nur noch statistischen Wert hatte das Tor zum Endstand in der Nachspielzeit durch Sascha Gemoll.
Sowohl im anstehenden Nachholspiel unter der Woche erneut auf heimischem Platz gegen den TSV Horst sowie in der Auswärtspartie am Sonntag um 15 Uhr bei der Reserve des TuS Garbsen steht Sparta mächtig unter Zugzwang. Soll der Abstieg aus der Kreisliga noch vermieden werden, muss dringend gepunktet werden.

Aufstellung Sparta: Kevin Nöhren, Steven Schmeisser, Ramon Wieghold, Pawel Martyn, Alexander Steinpreis, Arda Evrem (60.Minute Sedat Ekinci), Jeffrey-Appiah Stock, Daniel Klassen, Alexander Reinhard (46. Minute Alexander Brandt), Bardiya Pourrahmati, Dennis Schweer (69. Minute Sergej Fink).