Erster Meistertitel geht an Juri Ivanov

Verdiente Ehrung für Juri Ivanov.

Sieg beim 3.000 - Meter - Hallengehen Berlin/Brandenburg

Die Geher des LAC Langenhagen konnten es kaum erwarten. Das neue Jahr war erst wenige Tage alt, da begaben sie sich bereits auf die Jagd nach Meisterschaftsehren. Die Berlin/Brandenburgischen Meisterschaften im 3.000-Meter- Hallengehen waren wieder offen auch für andere Landesverbände ausgeschrieben. Die Gäste aus Niedersachsen wurden wie in den vergangenen Jahren wieder herzlich begrüßt, man erinnerte sich jedoch sehr genau daran, dass diese stets Landesmeistertitel und vordere Platzierungen bei der Heimfahrt in den Sporttaschen hatten. Unter der Federführung von Juri Ivanov hatte sich das LAC-Team gut vorbereiten können. Die Geher nutzten die Möglichkeit, in der großen Leichtathletikhalle im Sportleistungszentrum in Hannover unter Wettkampfbedingungen zu trainieren und dabei insbesondere die Gehtechnik in der Halle mit ihren überhöhten Kurven auszufeilen. Entsprechend selbstbewusst trat das Team aus Langenhagen in Berlin auf. Der Betreuer ging dann im doppelten Sinne voran und holte in 18:28,57 Minuten den ersten Landesmeistertitel im neuen Jahr für den LAC Langenhagen. In der leider zu gut geheizten Tartanhalle des Berliner Sportforums musste aber auch er, der sonst bekannt ist für seinen geradezu schulmäßigen Gehstil, die Erfahrung einer Verwarnung wegen eines Gehfehlers machen. Wie genau die Kampfrichter hinsahen, davon kann der Gesamterste des Teilnehmerfeldes, Dick Gnauck vom ASV Erfurt, ein Lied singen. Er wurde nachträglich disqualifiziert wegen Übertretens der Innenraumlinie. Mit gemischten Gefühlen ging der Langenhagener Hans-Peter Damitz (M 70) an den Start, war er doch in den letzten beiden Deutschen Meisterschaften im vorigen Jahr wegen Gehfehlern aus dem Rennen genommen worden. Deshalb galt für ihn in Berlin das Ankommen als oberstes Ziel. Ihm fiel eine Last von den Schultern, als er nach 21:32,07 Minuten das Ziel erreichte. Diesmal hatte es nur eine einzige Verwarnung gegeben. Sein zweites gestecktes Ziel, eine Platzierung auf dem Siegerpodest, konnte der LAC-Starter nicht ganz erreichen. Beim Kampf um Platz drei ließ sich Jewlampi Tjudjumow aus Hennigsdorf lange Zeit vom Langenhagener ziehen, um schließlich doch noch vorbeizugehen. Hans-Peter Damitz versuchte nicht zu kontern. Die Gefahr einer erneuten Herausnahme aus dem Wettbewerb erschien ihm doch zu hoch. Bei der Siegerehrung zog dann der Drittplatzierte spontan den Langenhagener mit aufs Siegertreppchen. Für den zweiten Meistertitel für den LAC sorgte dann aber gleich noch Roswitha Ebel (Klasse W 50). Die erfolgreichste Langenhagener Geherin des vergangenen Jahres setzte damit nahtlos ihre Siegesserie auch in 2016 fort. In 19:01,67 Minuten verwies sie ihre Dauerrivalin Brigitte Zeidler (20:20,28) auf Rang zwei. Der Berlinerin bleibt die vage Hoffnung, sich bei der Deutschen Hallenmeisterschaft im Februar in Erfurt revanchieren zu können.