„Erwarte ein ganz anderes Auftreten“

RECKEN sind in Magdeburg gefordert

Nach der hohen Niederlage in Flensburg muss die TSV Hannover-Burgdorf am Mittwoch erneut in der Fremde antreten. Mit dem Europapokalteilnehmer SC Magdeburg wartet ein weiteres Mal ein schwerer Prüfstein auf DIE RECKEN. Für Trainer Jens Bürkle ist hingegen klar, wie sich sein Team an der Magdeburger Börde präsentieren soll. „Ich erwarte von der ersten Minute an ein ganz anderes Auftreten von meiner Mannschaft als in Flensburg.“
Wenn die Niedersachsen eine Chance auf Punkte haben wollen, müssen sie die Vorgabe von Jens Bürkle auf dem Parkett der GETEC Arena in die Tat umsetzen. Vor allem das Angriffsspiel muss sich im Vergleich zur Vorwoche deutlich steigern. „Magdeburg verfügt, ähnlich wie Flensburg, über einen sehr guten Gegenstoß. Den gilt es am Mittwoch zu unterbinden“, fordert der RECKEN-Trainer konzentrierte Angriffe und ein sehr gutes Rückzugsverhalten.
Dem pflichtet Nationalspieler Erik Schmidt bei. „Mit Robert Weber und Matthias Musche hat der SC Magdeburg zwei pfeilschnelle Flügelspieler, die zudem auch aus schlechten Wurfwinkeln ihre Tore machen. Da müssen wir besonders wachsam sein.“ Schmidt hat bislang keine guten Erinnerungen an die GETEC Arena. „Ich habe dort erst einmal gespielt, aber mit Friesenheim haben wir in der letzten Saison sehr schlecht beim SCM abgeschnitten. Ich hoffe, dass das am Mittwoch ganz anders aussehen wird.“
In der Tabelle liegen beide Teams mit 14:14 Punkten im Mittelfeld der stärksten Liga der Welt. Während sich DIE RECKEN punktemäßig noch im Soll befinden, passen eigener Anspruch und Wirklichkeit bei den Bördestädtern bislang noch nicht zusammen. „Magdeburg hat sich vor der Saison gezielt verstärkt und man hatte sie schon auf der Rechnung für eine Champions League Platzierung. Momentan haben sie aber noch nicht das perfekte Abwehrsystem für sich gefunden“, erklärt Jens Bürkle.
Der 35-jährige hätte natürlich nichts dagegen, wenn sich auch am Mittwoch einige Lücken im Magdeburger Abwehrverbund für DIE RECKEN auftun würden. „Wenn dem so ist, nehmen wir das gerne an, aber in allererster Linie müssen wir auf uns schauen und die richtigen Lösungen für die verschiedenen Herausforderungen finden“, stellt Bürkle die eigene Leistung in den Vordergrund.
Von der Verletztenfront gibt es für DIE RECKEN allmählich erste Hoffnungsschimmer zu vermelden. Morten Olsen ist wieder in das Mannschaftstraining eingestiegen. Beim dänischen Nationalspieler könnte es mit einem Einsatz am Mittwoch klappen. „Bei Morten habe ich Hoffnung, dass er am Mittwoch wieder dabei ist. Entscheidend werden aber die letzten beiden Trainingseinheiten sein“, sagt Jens Bürkle. In Lars Lehnhoff wird ein weiterer RECKEN-Profi wieder erste Gehversuche im Trainingsbetrieb unternehmen. „Sein Einsatz am Mittwoch ist aber eher unwahrscheinlich. Bei Lars hoffen wir, ihn im nächsten Heimspiel gegen Lübbecke wieder vollständig genesen dabei zu haben“, erklärt Bürkle.
Egal mit welchem Personal die Niedersachsen am Mittwoch ins „benachbarte“ Magdeburg reisen werden, das Ergebnis soll sich in jedem Fall deutlich von letzter Woche unterscheiden.