Feiern oder zittern beim TSV KK?

Nach 1:2 beim OSV könnte nun die Entscheidung fallen

Schon wieder stand dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide am letzten Sonnabend in der Fußball-Landesliga ein direkter Konkurrent im Kampf um den Klassenerhalt gegenüber. Im Stadion des OSV Hannover hätten die Krähen bereits den entscheidenden Schritt über die Ziellinie gehen können. Doch der Sieg ging an die Bothfelder, die damit bis auf einen Punkt an die Krähen herangerückt sind. Am nächsten Spieltag geht es für den TSV KK gegen den Tabellenvorletzten TSV Wetschen.
Der Auftrag ist klar: Heimsieg – und dann feiern. Sollte der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide gegen Wetschen gewinnen, dann wäre der Klassenerhalt geschafft. Mannschaft und Fans könnten sich auf eine weitere Saison in der Landesliga freuen. Erwischen die Krähen am Sonntag jedoch einen schlechten Tag, müsste auf die Ergebnisse der Konkurrenz geschaut werden. Im günstigsten Fall könnte das Team selbst bei einer Niederlage die Klasse halten. Bei einem worst case jedoch – kein Punkt gegen Wetschen und Erfolge der Rivalen – könnte es noch einmal richtig eng werden.
Im OSV-Stadion hatten die Besucher am Sonnabend ein Landesliga-Spiel gesehen, dessen Niveau über neunzig Minuten vollkommen überschaubar blieb. Beide Teams brachten wenig Konstruktives zustande, kaum ein Angriff brachte Zielführendes zutage. Bei den wenigen Szenen in den Strafräumen konnte man eher von Halbchancen als von guten Tormöglichkeiten sprechen. Zu den seltenen Ausnahmen gehörte der Schuss von Wladislaw Schmidt, der bei einem Eckball von Philipp Schmidt am linken Pfosten gelauert hatte. Aus kurzer Distanz parierte Julian Wenzl im OSV-Tor mit einem schnellen Reflex. Ein Fernschuss von Philipp Schmidt kurz darauf erinnerte manchen KK-Fan an das Tor, das den Krähen Ende Januar den Sieg beim Sportbuzzer-Masters brachte. Ende April wollte der Ball jedoch nicht ins Tor. Diesen Weg fand das Spielgerät in der 49.Minute. Weil inzwischen die Seiten gewechselt worden waren, bedeutete dieser Treffer das 1:0 für die Hannoveraner. Nach einem ersten Versuch von Halil Akyol hatte Mohammad-Mostafa Nawazy im Nachsetzen getroffen. Doch die Krähen kamen in der 67.Minute zurück. Nach Vorarbeit von Alexander Dosch traf der kurz zuvor eingewechselte Torben Koschinsky zum 1:1.
Wer es unter den Besuchern nicht mit den Rot-Blauen hielt, durfte sich in der 75.Minute an der beste Szene eines schwachen Spiels erfreuen. Nach einem Freistoß von Besnik Syziu drosch Dejan Bubulj den Ball volley in den oberen linken Torwinkel. Es stand 2:1, und daran sollte sich bis zum Schluss nichts mehr ändern. Insgesamt geht das Ergebnis wohl in Ordnung, da der OSV das etwas konsequentere Team darstellte.
Für den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide geht es nun darum, dieses Spiel schnell
abzuhaken und sich voll und ganz auf die nächste Aufgabe zu konzentrieren. Die
Partie gegen den TSV Wetschen beginnt am Sonntag, 8. Mai, um 15 Uhr. Nach dem
Schlusspfiff wollen die Spieler den Klassenerhalt feiern – und sich weitere Nervenbela-
stungen ersparen.

Mannschaft: J. Helms, S. Helms, Döpke, Miener (ab 80.Minute Mally), Linnemann, Mücke (ab 46. Minute Zimmermann), P. Schmidt, A. Ulrich, W. Schmidt (ab 65.Minute Koschinsky), Dosch, M. Ulrich.
Trainer: Gehrmann
Tore: 49.Minute 1:0 Mohammad-Mostafa Nawazy, 67.Minute 1:1 Torben Koschinsky, 75.Minute 2:1 Dejan Bubulj.