Finaleinzug perfekt

RECKEN müssen in Bad Schwartau in die Verlängerung

Die TSV Hannover-Burgdorf ist direkt mit einem Krimi in die Saison gestartet. In der ersten DHB-Pokalrunde mussten die Niedersachsen beim VfL Bad Schwartau mächtig zittern, um in das Finale gegen den Dessau-Rosslauer HV einzuziehen. Nachdem DIE RECKEN in der regulären Spielzeit kurz vor Schluss den Ausgleich hinnehmen mussten, behielten sie in der Verlängerung kühlen Kopf und den längeren Atem. „Ich habe schon jetzt den Wunsch für die nächste Pokalsaison, nicht mehr gegen Bad Schwartau spielen zu müssen“, atmete Geschäftsführer Benjamin Chatton nach 70 schweißtreibenden Minuten erstmal durch. „Ich schätze Torge Greve als Trainer von Bad Schwartau sehr, möchte ihn aber zeitnah in einem Pflichtspiel nicht mehr sehen“, wusste auch RECKEN-Trainer Jens Bürkle die Leistung des Zweitligisten hoch anzuerkennen.
Zu Beginn des Spiels kamen DIE RECKEN nur zögerlich in die Gänge. Nach einem frühen 5:2 Rückstand fanden die Niedersachsen aber besser ins Spiel. Angeführt vom gut haltenden Martin Ziemer (parierte unter anderem zwei Siebenmeter) glichen DIE RECKEN zum 5:5 (14.) aus. In der Folge erhöhten die Bürkle-Schützlinge das Tempo ein wenig und schafften es dadurch, sich einen kleinen Vorsprung herauszuwerfen. Allerdings blieben die Gastgeber in der kleinen und engen Jahnhalle auf Tuchfühlung und lagen zur Pause nur knapp mit 12:14 zurück.
Nach dem Seitenwechsel wollten DIE RECKEN die Zügel weiter anziehen, doch Bad Schwartau ließ sich nicht so leicht abschütteln. Aus einem 16:18 Vorsprung für die Niedersachsen machten die Hausherren in kürzester Zeit ein 19:18 und lagen zehn Minuten vor Spielende sogar mit 21:19 in Front.
Es sollte in der Schlussphase also ein ähnlich packender Krimi werden, wie vor Jahresfrist in Hildesheim, als DIE RECKEN erst in den letzten Minuten die Begegnung zu ihren Gunsten entscheiden konnten. Dieses Mal sollte es zunächst ähnlich laufen, denn die Niedersachsen machten drei Treffer in Serie und schob sich wieder an Bad Schwartau vorbei. Beim 23:25 (56.) lagen Sven-Sören Christophersen und Co. wieder mit zwei Toren in Front, doch erneut konnten die Hausherren verkürzen.
Mehrfach hatten die Niedersachsen die Entscheidung in der Hand, konnten die Möglichkeiten aber nicht nutzen, so dass dem VfL Bad Schwartau quasi mit dem Schlusspfiff der umjubelte 25:25 Ausgleich gelang und beide Teams in die Verlängerung mussten.
Von dem Rückschlag erholten sich DIE RECKEN zunächst gut. Zwei Treffer von Kapitän Torge Johannsen brachten das 25:27. Einen Gegentreffer mussten die Niedersachsen aber hinnehmen und so endete die erste Verlängerung mit einem knappen 26:27 Vorsprung. Nach dem Seitenwechsel war es erneut Johannsen, der per Gegenstoß das 26:28 besorgte. DIE RECKEN bogen jetzt auf die Siegerstraße ein, denn nach einem erneuten Ballgewinn erhöhte Kai Häfner auf 26:29. Bad Schwartau verkürzte zwar postwendend zum 27:29, doch Lars Lehnhoff machte 30 Sekunden vor Ende der Verlängerung den Deckel drauf und sicherte damit den Finaleinzug.
Im Endspiel treffen DIE RECKEN morgen um 16.30 Uhr auf den Dessau-Rosslauer HV, der sich gegen den DHK Flensborg durchsetzen konnte. „Wir haben insgesamt nur zehn Minuten ordentlich agiert und die Fehlerzahl minimiert. Normalerweise haben wir diese zusätzlichen Minuten aber nicht“, hofft Benjamin Chatton bereits am Sonntag auf eine Leistungssteigerung der RECKEN.