Fünf verschiedene Derby-Torschützen

TSVKK dominiert Duell mit Godshornern deutlich

Fußball. Eine stattliche Zuschauerkulisse und herrliches Wetter mit niedrigen Temperaturen, doch reichlich Sonnenschein – die Voraussetzungen für das Derby in der Fußball-Bezirksliga zwischen dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide und dem TSV Godshorn hätten kaum besser sein können. Zudem bekamen die Besucher gleich fünf Tore zu sehen. Diese sorgten jedoch nur beim heimischen Anhang für Freude. Die Godshorner traten dagegen reichlich enttäuscht die kurze Heimreise an.
Den ersten Schlag ins Kontor – Trainer Guido Schustereit sollte später von einer„schallenden Ohrfeige“ sprechen – gab es für die Gäste bereits in der zweiten Minute, als Sascha Daniel den TSVKK sofort in Front brachte. Fortan bekamen die Zuschauer eine hochmotivierte und überaus engagierte Krähen-Mannschaft zu sehen, die das Duell deutlich dominierte. Und die in der 25.Minute vergeblich jubelte. Marc Ulrich hatte den Ball nach einer Rechtsflanke von Tim Linnemann ins Netz befördert, doch der sehr gute Schiedsrichter Fabian König aus Halvestorf hatte ein Stürmerfoul gesehen. Fünf Minuten später konnte Godshorns Keeper Daniel Hoffmeister einen Freistoß von Philipp Schmidt aus halbrechter Position gut parieren. Der TSV Godshorn drang erst in der 32.Minute erstmals gefährlich in den Krähenwinkeler Strafraum hinein. Dort fand Engin Demirs Hereingabe jedoch keinen Abnehmer. Kurz vor der Pause schlugen die Rot-Blauen dann wieder zu. Nach einem Eckball von Philipp Schmidt war es Bruder Timo Schmidt, der per Kopf für das 2:0 sorgte. Der Innenverteidiger hatte sich schon in den Spielen zuvor bei Standardsituationen immer wieder nach vorne orientiert, nun wurde er mit seinem ersten Treffer seit langer Zeit belohnt. Kurz darauf war die erste Halbzeit, die KK-Trainer Bastian Schülke als die beste der Saison bezeichnete, vorbei.
Nach der Pause blieb der TSVKK das tonangebende Team, das vor Spielfreude nur
so sprühte. Das Mittelfeld überzeugte mit sehenswerten Ballstaffetten, und hinten
hatte die souveräne Viererkette alles im Griff. Nur Torhüter Leon Burkert hätte sich
insgeheim vielleicht ein wenig mehr Beschäftigung gewünscht.
Der TSV Godshorn blieb jedoch ungefährlich. Zwar zeigte das Team hin und
wieder gelungene Spielzüge, doch waren diese meist am gegnerischen Strafraum
beendet. Die größte Gelegenheit zum Anschlusstreffer hatte das Schustereit-Team
in der 75.Minute. Ergün Adigüzels Freistoß fehlte es jedoch an der notwendigen
Präzision. In der Schlussphase gelang es dem TSVKK dann, das Ergebnis weiter in
die Höhe zu schrauben. Lauri Schwitallas Schuss nach Flanke von Philipp Schmidt
konnte Hoffmeister noch parieren, doch im Nachsetzen traf Schwitalla, der kurz
zuvor erst eingewechselt worden war, zum 3:0. Dann wurde Philipp Schmidt im
Strafraum gefoult. Den fälligen Elfmeter konnte Standard-Experte Schmidt nicht
selbst schießen, da er verletzungsbedingt ausscheiden musste. Marc Ulrich machte
es genauso souverän und traf zum 4:0. In der 86.Minute war es schließlich Sebastian
Helms vorbehalten, für das fünfte Tor zu sorgen. Sein Freistoß setzte im Strafraum
noch einmal auf und flog dann an Hoffmeister vorbei ins Netz. Tim Linnemann, der
dort lauerte, machte sich ganz klein, um nicht an den Ball zu kommen, da in diesem
Fall wohl eine Abseitsposition vorgelegen hätte.
Nach diesem siebten ungeschlagenen Spiel in Folge durfte sich der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide zu Recht feiern lassen. Am Sonntag steht um 14 Uhr das schwere Spiel
beim TSV Stelingen bevor, der in dieser Saison als einzige Mannschaft noch ungeschla-
gen ist. Umso mehr hofft das Team auf viele mitreisende Anhänger.
Für den TSV Godshorn kann es zur gleichen Zeit im Heimspiel gegen den Mellendorfer
TV nur darum gehen, sich mit einem Heimsieg von den Abstiegsplätzen zu distanzieren.

Mannschaft TSVKK: Burkert, Bart, Leymann (ab 80.Sumpf) , T.Schmidt, S.Helms,
Schütz, Mücke, Linnemann, P.Schmidt (ab 82.Akyol), M.Ulrich, Daniel (ab 76.
L.Schwitalla) Trainer: Schülke
Mannschaft TSV Godshorn: Hoffmeister, Richert, J.Schustereit, Krause, Royer
(ab 68.Weyel), Grieger, Nwankwo, J.Linnenbrink (ab 68.Adigüzel), Fürst,
Hildebrandt, Demir (ab 46.Bartel) Trainer: G.Schustereit
Tore: 2.1:0 Sascha Daniel, 42.2:0 Timo Schmidt, 80.3:0 Lauri Schwitalla, 81.4:0
FE Marc Ulrich, 86.5:0 Sebastian Helms