Glücklicher Punktgewinn dank Dlugaiczyk

Sorgte auf der linken Seite für mächtig Wirbel - Axel France (rechts).Foto: R. Thode

Oberliga: SCL kann sich mit 1:1 nicht befreien

(rt). Es hätte so schön sein können. Mit einem Sieg hätte der SC Langenhagen im Duell mit dem unmittelbaren Kontrahenten aus Rotenburg richtig Boden gut machen können. Raus aus der Abstiegszone, Abstand zum Tabellenende gewinnen. Doch dieser auch vom Trainer geforderten Vorgabe wurden die Spieler nicht gerecht. Im wichtigen Sechs-Punkte-Spiel reichte es am Ende nur zu einem enttäuschenden 1:1. Und dies war vor 100 Zuschauern mehr als glücklich. Der Gästetrainer Benjamin Duray brachte den Spielverlauf drastisch auf den Punkt. „Wir haben 1:1 verloren. Wenn man den Spielverlauf sieht, ist das ein Witz.“ Von Beginn an dominierte sein Team die Begegnung. Schon nach wenigen Sekunden wurde über die gefährliche linke Angriffsseite die erste gute Torchance vorbereitet. Durch agressives Forechecking versuchten die Rotenburger den Spielaufbau des SCL zu stören. Dies gelang zumeist, da die Hausherren keine Ruhe in ihre Aktionen bekamen. Schon in der eigenen Hälfte wurde der Ball verloren, der Gegner dadurch stark gemacht. Auffällig war jedoch die Abschlussschwäche der Gäste, die so den SCL im Spiel hielt. Nach einem langen Ball in den gegnerischen Strafraum wurde der quirlige Georgios Tsakiridis regelwidrig wie auch unnötig zu Fall gebracht. Torhüter Henner Lohmann, der in der laufenden Saison schon zwei Strafstöße parieren konnte, hatte gegen den platzierten Flachschuss von Sotirios Panagiotidis keine Abwehrchance. Es sollte der einzige Schuss auf das Gästetor für lange Zeit bleiben. Die Rotenburger verstärkten danach die Angriffsbemühungen, scheiterten allerdings an der eigenen Unzulänglichkeit oder am glänzend aufgelegten Torhüter Alexander Dlugaiczyk. Im zweiten Abschnitt verlegten sich die Hausherren auf gelegentliche Konter, spielten diese meist jedoch zu hektisch aus. Ein Kopfball des eingewechselten Kodo Kadir blieb die einzige gefährliche Ausbeute. Trainer Gehrke, der zudem den Ausfall von Torjäger Marvin Ibekwe verkraften musste, und auch Dlugaiczyk versuchten lautstark die eigenen Mannen zu motivieren, blieben hiermit aber erfolglos. So drückten die Gäste weiter auf den Ausgleich, der dann auch durch ihren Spielmacher Björn Mickelat fiel. Hätte Dlugaiczyk nicht mehrfach glänzend reagiert, wäre der schlussendlich glückliche Punkt auch noch durch die Hände geglitten. In der letzten Aktion des Spiels bewahrte er mit einem spektakulären Reflex die Platzherren vor der Niederlage. Dass der SCL besser Fußball spielen kann, hat er oftmals bewiesen. Doch gerade in diesen wichtigen Spielen gegen die unmittelbaren Konkurrenten versagen den jungen Spielern noch zu oft die Nerven. Hier gilt der Hebel anzusetzen, damit in Lüneburg beim Tabellenvierten weitere Punkte eingefahren werden können.

Tore: 1:0 (19. FE) Panagiotidis, 1:1 (74.) Mickelat

SCL: Dlugaiczyk – Heider, Ibanez, Gieseking, Gassmann –Wörner, Panagiotidis, Zimmermann (59. Schröder), Herold – Trochymiuk (83. Kadir), Tsakiridis (79. Wittbold)