Gut in Szene gesetzt

Fiona Fischer im Kampf gegen Maya Patané vom SC Berlin.

Fiona Fischer bei Judo-Bundessichtungsturnier U 15 in Berlin

An bundesweit zwei Standorten lud der Deutsche Judo Bund letztes Wochenende seine Top-Nachwuchs Judoka der Altersklasse U 15 zu Sichtungsturnieren ein. Es ging darum, unter den Augen der U-18-Bundestrainer seinen eigenen Stand zu bestimmen. Während sich die südlicheren Bundesländer auf den Weg nach Backnang machten, fuhren die niedersächsischen Athleten traditionsgemäß zum Mondeo-Cup (männliche Kämpfer) und Georg-Knorr-Cup (weibliche Kämpfer) nach Berlin. Unter Ihnen die Godshornerin Fiona Fischer. Trug Fiona im vorigen Jahr in der niedrigsten Gewichtsklasse noch den Sieg nach Hause und erreichte mit ihrem Verein, dem Judo-Team Hannover, Platz zwei in der Mannschaftswertung, war es in diesem Jahr ungleich schwerer. Die 13-Jährige startete drei Gewichtsklassen höher und sah sich in der Klasse bis 44 Kilogramm einem quantitativ und qualitativ sehr hochwertigem Starterfeld gegenüber. Vorwiegend die Sportschulen, Stützpunkte und leistungsbezogenen Vereine der neuen Bundesländer und Berlins hatten ihre Top-Kämpferinnen gemeldet. Fiona startete gewohnt souverän in den Wettkampf und kämpfte sich bis zum Halbfinale vor. Dort stand sie der Lokalmatadorin Noack aus Potsdam gegenüber. Da nach der dreiminütigen regulären Kampfzeit keine der beiden in Führung lag, ging es weiter ins Golden-Score. Es musste also gekämpft werden, bis eine Wertung erzielt war, was keiner der beiden gelang. Nachdem fast 15 Minuten seit dem Betreten der Matte vergangen waren, gaben die heimischen Kampfrichter Fiona einen Shido. Mit dieser Bestrafung stand Noack im Finale, das sie dann später auch für sich entschied. Fiona rutschte somit in die Trostrunde in den Kampf um Platz drei ab. Nach diesem mehr als kräftezehrenden und enttäuschenden Halbfinalkampf hieß es nun, schnell wieder Kräfte sammeln, sich motivieren und auf das kleine Finale vorzubereiten. In dieses startete sie dann wieder mit starken Ansätzen. Ihr Gegenerin Hammer, aus Dahme nutzte jedoch eine kleine Unachtsamkeit aus und hebelte Fiona. Somit war das Turnier für sie beendet. Es blieb ein starker fünfter Platz und die Gewissheit, sich während des Turniers auch unter den Augen der U-18-Bundestrainerin Lena Göldi gut in Szene gesetzt zu haben.