Hallensaison eröffnet

Roswitha Ebel punktet für die Geher

Erst kürzlich musste sich die Geherin Roswitha Ebel vom LAC Langenhagen im Deutschen Geherpokal 2015 im letzten Wettbewerb der Saison, sozusagen auf der Zielgeraden, geschlagen geben und mit Platz 3 in ihrer Klasse W50 begnügen, weil sie kurzfristig erkrankte und im Gegensatz zu ihren Mitbewerberinnen nicht mehr punkten konnte. So etwas soll ihr nicht wieder passieren. Traditionell wird Mitte November in Erfurt auf nationaler Ebene die Hallensaison eröffnet. Die dort erzielten Resultate fließen bereits in die Geherpokalwertung für das kommende Jahr ein. Die Langenhagenerin ließ sich nicht lange bitten und ergriff die erste Gelegenheit, um für 2016 zu punkten. Nun war ein leistungsmäßiger Spagat gefragt, denn eigentlich ist für die Leichtathleten jetzt die Zeit für die Regeneration. Nach der kräftezehrenden Saison ging es in Erfurt in der Halle über die Sprintdistanz der Geher über 3.000 Meter. Außerdem hatte Roswitha Ebel einen Startplatz im Einladungswettkampf für die erfolgreichsten Geher der Saison, dem Jagdgehen. Auch dieser Wettbewerb geht über 3.000 Meter. Hier half nur das Taktieren. Bei Start-Nummer eins setzte die erfolgreiche Leichtathletin des LAC nur so viele Körner ein (wie es in der Sportlersprache heißt) wie nötig, um in ihrer Klasse als Erste über die Ziellinie zu gehen. Zum Glück wurde sie von den Mitbewerberinnen nicht zu stark gefordert, so dass 19:19 Minuten zum Sieg reichten. Nach nur kurzer Verschnaufpause stand Rosi schon wieder an der Startlinie. Nun galt es, sich mit erfolgreichen Geherinnen und Gehern aus anderen Klassen zu messen und die letzten Leistungsreserven zu mobilisieren. Im Ziel zeigte die Uhr 19:03 Minuten. Dies bedeutete eine Verbesserung der Zeit aus dem ersten Durchgang um 16 Sekunden und Platz sechs im Feld starker nationaler Geher. Und nicht zuletzt gab es für die Langenhagenerin zwei Mal wichtige Punkte für die Geherpokalwertung 2016. Jetzt kann auch sie es für den Rest des Jahres im Training etwas ruhiger angehen lassen bis es Anfang des neuen Jahres heißt, sich der Angriffe der Konkurrenz auf die Führende zu erwehren.