Hirntests für DIE RECKEN

Bundesligahandballer wollen bei Verletzungen mehr Sicherheit

Die Frage der Spielfähigkeit nach Kopfverletzungen ist im professionellen Sport eine sehr wichtige und beschäftigt Sportler, Trainer, Mediziner und Offizielle gleichermaßen. DIE RECKEN wollen bei dieser Frage zukünftig Gewissheit haben. Gemeinsam mit dem medizinischen Partner, dem Berufsgenossenschaftlichen Unfallkrankenhaus Hamburg (BUK), absolvierten Hannovers Spitzenhandballer jetzt mehrere neuropsychologische Tests.
Den RECKEN wurde dabei in den Bereichen Merkfähigkeit, Konzentration oder Reaktionsschnelligkeit auf den Zahn gefühlt. „Ziel ist es, einen status quo zu erstellen, so dass uns Referenzwerte vorliegen, an denen wir uns im Verletzungsfall orientieren können“, erklärt Trainer Jens Bürkle.
Im Schwerpunkt der Präventionstests stehen mögliche Kopfverletzungen, wie beispielsweise eine Gehirnerschütterung. „Da ist oft nicht eindeutig klar, ob der Sportler spielfähig ist. Ein zu frühes Einsteigen kann dann verheerende Folgen haben“, weiß Jens Bürkle und ergänzt: „Wir wollen da einfach für den Sportler und für uns die absolute Sicherheit haben.“
In anderen Sportarten, wie beispielsweise dem Eishockey, sind die Hirntests bereits vorgeschrieben. In den nordamerikanischen Profiligen (NFL, NHL) ebenfalls. „Wir machen diese Tests mit jedem Sportler und jedem Team, dass wir medizinisch betreuen. So können wir die optimale Versorgung der Profis im Extremfall gewährleisten“, verdeutlicht Anthony Kahlfeldt, Referatsleiter des BUK die Wichtigkeit der medizinischen Untersuchungen, die von den beiden Neuropsychologen Manuela Arndt und Miro Witt durchgeführt wurden.
Für die Spieler waren die verschiedenen Tests am Computer nicht nur sehr abwechslungsreich, sondern auch aufschlussreich. „Unsicherheit ist für Profisportler alles andere als förderlich. Gerade bei Kopfverletzungen ist es mir wichtig, dass ich bei bester Gesundheit auf das Spielfeld gehe“, erklärt Sven-Sören Christophersen.