In überlegener Manier

Die Geher lieferten eine starke Leistung ab.

Spartas Geherteam mit großen Meisterschaftserfolgen

Spartas Geherteam reiste ohne Illusionen zur Deutschen Meisterschaft im Straßengehen nach Naumburg an der Saale. Im vergangenen Jahr hatten zwar die Langenhagener in Zittau in überlegener Manier den DM-Titel über zehn Kilometer in der Seniorenklasse ab 60 Jahre errungen, in diesem Jahr musste das Team aber auf zwei Leistungsträger verzichten. Außerdem rücken in ihrer Altersklasse jährlich 60-jährige „Jungsenioren“ nach, da wird es für die 67- und 66-jährigen Langenhagener immer schwieriger, ihre starke Position im deutschen Seniorengehsport zu halten.
Zusammen mit ihrem sportlichen Vorbild Karl Degener konnte das Team mit Hans-Peter Damitz und Berndt Luther aber noch einmal eine taktische Meisterleistung vollbringen und den Deutschen Vizemeistertitel erringen. Besondere Unterstützung wurde dem Trio durch Manfred Krenz zuteil, der bei beim Ausfall von einem von ihnen nachgerückt wäre. PSV Berlin und SV Breitenbrunn galten als Favoriten. Als bei den Berlinern ihr Leistungsträger Heinz-Jürgen Mittmann ausfiel, war der Weg frei für den SV Breitenbrunn (Gesamtzeit 3:10:08). Dahinter entwickelte sich ein spannender Kampf zwischen Sparta Langenhagen, LLG Landstuhl, MBB-SG Augsburg und ASV Erfurt. Im Ziel mussten die Langenhagener noch minutenlang um ihre Platzierung bangen. Man hatte errechnet, dass die Zeit von 3:13,41 Minuten zwar nicht ganz an die der Breitenbrunner heranreichte, aber es für Silber reichen müsste, würde der noch auf der Strecke befindliche dritte Mann der LLG Landstuhl eine bestimmte Zeit nicht unterbieten. Als die Sekunden verrannen und der Geher aus Landstuhl noch immer nicht auf der Zielgerade gebogen war, konnten die Spartaner beginnen, an ihren Vizemeistertitel zu glauben. Karl Degener hatte hierfür ein weiteres Mal das Fundament geschaffen. In 58:11 fügte er einen weiteren Deutschen Meistertitel seiner umfangreichen Sammlung hinzu. Die weiteren Medaillen in der Altersklasse M 65 gingen an Felix Maier vom SV Breitenbrunn (1:00,04 Minuten) und Peter Schumm von der Alemannia aus Aachen (1:02,18 Minuten). Der Spartaner Hans-Peter Damitz konnte in der Einzelwertung seinen achten Platz vom Vorjahr wiederholen, seine Zeit in diesem Jahr beträgt 1:07,24 Minuten. Platz 9 belegt Bernd Luther (1:08,06 Minuten). Manfred Krenz startete in der Klasse M 60 und wurde dort Siebter in 1:10,10 Minuten.
Eigentlich sollte es in Naumburg für das Frauenteam von Sparta die DM-Premiere werden, aber dieses Vorhaben platzte, weil Claudia Otte verletzungsbedingt nicht antreten konnte. So gaben Anneke Heuer (Altersklasse W 35) und Birgit Komoll (W 50) ihr Bestes in der Einzelwertung, wo bei Deutschen Meisterschaften die Trauben des Erfolgs naturgemäß sehr hoch hängen. Beide gingen in der erstmals für Seniorinnen ausgeschriebenen Langdistanz von 20 Kilometer das Rennen beherzt an und wurden am Ende mit persönlichen Bestleistungen belohnt. Anneke Heuer, die bei ihrem ersten DM-Start im Frühjahr in der Halle Platz 6 belegt hatte, überraschte alle mit 2:09,25 Minutenund holte sich damit die Bronzemedaille in ihrer Altersklasse hinter Yvonne Markgraf von der LG Süd Berlin (1:57,02 Minuten) und Brit Schröter von der LG Vogtland (1:58,18 Minuten). In der ebenfalls ausgetragenen offenen Deutschen Frauenmeisterschaft bedeutete diese Zeit den ausgezeichneten 11. Platz unter den schnellsten Frauen Deutschlands. Den Medaillensegen für Sparta machte Birgit Komoll komplett. Mit ihrer Zeit von 2:19,43 Minuten musste sie in ihrer Altersklasse nur Marita Echle vom TV Biberach (2:16,30 Minuten) den Vortritt lassen. Bronze ging hier an Brigitte Patrzalek vom TV Groß-Gerau (2:22,47 Minuten). Besonders stolz kann Birgit Komoll darauf sein, dass sie es als 50-Jährige auf Platz 16 der nationalen Frauenwertung schaffte.