Inklusion pur beim Sitzvolleyball

Voller Körpereinsatz ist beim Sitzvolleyball gefragt. (Foto: O. Krebs)

Thementag in Kaltenweider Halle brachte Sportart näher

(ok). Integration liegt für Marina Becker vom TSV KK – sie arbeitet hauptberuflich beim Nordwestdeutschen Volleyballverband (NWVV) – sehr am Herzen. Nicht zuletzt deshalb hat sie das Projekt "Sitzvolleyball", bei dem ihr Arbeitgeber zusammen mit dem Behindertensportverband (BSN) kooperiert, sehr forciert. Marina Becker: "Gerade beim Sitzvolleyball können Behinderte und Nicht-Behinderte prima zusammen Sport treiben." Und ein Doppelt-Beinamputierter sei bei diesem Sport sogar im Vorteil, weil ihm die Beine nicht im Weg seien. Bodenkontakt ist ständig gefragt, aus dem Oberkörper heraus werde viel gearbeitet. Der ehemalige Bundestrainer der Sitzvolleyballer, Jouke de Haan, brachte den Teilnehmern die inklusive Sportart beim Thementag näher; neben Theorie kam auch das praktische Ausprobieren nicht zu kurz. In ganz Niedersachsen gibt es keinen Verein, der diese Variante des Fußgänger-Volleyballs anbietet. Nationalspieler Torben Schiewe aus Celle muss aus diesem Grund den weiten Weg nach Leverkusen antreten, um vernünftig trainieren zu können. Beim Thementag in der Kaltenweider Sporthalle – sie war bewusst wegen ihrer Barrierefreiheit ausgewählt worden – konnte jeder auf seinem Niveau mitmachen. Ein Netzwerk ist das große Ziel, das angestrebt wird. Und vielleicht wird beim TSV KK demnächst ja eine Sitzvolleyball-Gruppe ins Leben gerufen.