Inter will mit dem SC Langenhagen fusionieren

Hannover 96 als Untermieter an der Leibnizstraße

(ch). Rolle rückwärts: Inter Burgdorf wird in der neuen Saison nun doch nicht auf der Anlage des TuS Altwarmbüchen kicken – sondern auf der des SC Langenhagen, mit dem Inter im nächsten Jahr fusionieren will.
„Das hat sich erledigt“, sagt TuS-Vorsitzender Günther Wieneke auf Nachfrage. „Ich habe mit den Verantwortlichen von Inter Burgdorf nur einmal Kontakt gehabt. Sie haben sich nicht, wie versprochen, bei uns gemeldet und uns Unterlagen zur Verfügung gestellt.“ Offensichtlich war der TuS nicht darauf eingerichtet, zwei Mannschaften des neuen Untermieters auf seiner Anlage zu beheimaten. „Das war zu viel für sie“, sagt Izzet Kinno, Burgdorfer Vorstandsmitglied und in den vergangenen beiden Jahren Trainer der Reserve. Gut, dass man mehrere Eisen im Feuer hat.
„Ich war auch verwundert, als man mich wieder angerufen hat“, sagt Dirk Böker, Abteilungsleiter beim SCL, der Inter mit offenen Armen empfing – und das hat einen einfachen Grund: die Spielklasse. „Inter wird ein Jahr bei uns auf der Anlage spielen und zur Saison 2017/18 streben wir eine Fusion an. Der Verein hat gerade im administrativen Bereich Probleme, und der ist für uns ein Leichtes“, erklärt Böker. 50 Prozent der Vereinbarung sei die Kreisliga. „Ansonsten wäre es für uns nicht interessant“, betont der Abteilungsleiter. Was fehlt, ist das grüne Licht seines Gesamtvorstandes. „Wir haben da noch einige Dinge zu klären, unterschrieben ist nichts“, sagt auch Kinno. „Wir sind an einer Fusion interessiert. Ich denke, dass es sinnvoll und der richtige Weg für Inter ist, und wir würden uns da auch unterordnen.“
Bereits am Sonntag wollen die Burgdorfer, deren zweite Mannschaft in der
3. Kreisklasse 1 zu Hause, die Vorbereitung in Langenhagen aufnehmen. In der nächsten Spielzeit wären sie nicht die einzigen Untermieter an der Leibnizstraße: Die Ü 32 von Hannover 96 wird dort im nächsten Jahr ihre Heimspiele in der Kreisliga austragen.