Jetzt können sich die Krähen absetzen

Torwart Jsn Helms blieb hier im Eins gegen Eins Sieger. (Foto: O. Krebs)

Nach 2:3 gegen Ramlingen trifft KK nun auf fünf Kellerkinder

Nun liegen sie hinter ihnen, die fünf Heimspiele des Fußball-Landesligakicker des TSV
Krähenwinkel/Kaltenweide, in denen es ausnahmslos gegen Teams ging, die beim
Gastspiel am Waldsee einen der ersten vier Tabellenplätze belegten. Gegen Tündern,
Heessel, Steimbke und den HSC war der TSVKK ungeschlagen geblieben und hatte
starke acht Punkte geholt. Am Sonntag musste sich das Team von Trainer Ingo Trebing erstmals wieder einem Top-Team beugen. Gegen den SV Ramlingen/Ehlershausen hieß es am Ende 2:3 aus Sicht der Rot-Blauen.
Der TSV KK musste neben den Verletzten auch noch auf zwei weitere Akteure aufgrund von Sperren verzichten. Philipp Schütz war rotgesperrt und Tim Hübner hatte am Dienstag zuvor in Pattensen die fünfte gelbe Karte gesehen. Dort hatte der TSVKK ein gutes Spiel gezeigt und beim 1:1 (das Tor erzielte Philipp Schmidt durch einen sehenswerten Freistoß) einen Punkt mitgenommen.
Gegen Ramlingen/Ehlershausen erwischten die Krähen am Sonntag einen denkbar
schlechten Start. Gleich die erste Torchance im Spiel brachte sie in Rückstand. Aron
Gebreslasie erzielte mit einem Linksschuss einen Treffer, der nicht ganz unvermeidbar
schien. In der Anfangsphase erzeugte der Favorit, der nur mit drei Ersatzspielern und
ohne zweiten Torwart angetreten ist, einigen Druck. Doch die Platzherren konnten
sich befreien – und waren nach zwanzig Minuten zurück im Spiel. Ein hervorragendes
Zuspiel von Oliver Pfeuffer, der den Ball im richtigen Moment weiterleitete, setzte
Philipp Schmidt in Szene, und dieser traf daraufhin von der linken Seite zum 1:1.
Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide kam nun immer besser in die Partie. Durch einige
Ecken und Freistöße sowie einen Kopfball von Helge Heider wurde das RSE-Tor
angepeilt. Doch dann schlug es auf der anderen Seite ein. Marvin Omelan schoss von
links, und Krähenwinkels Hintermannschaft sah, wie der Ball gemächlich ins Netzt
rollte. Vielleicht lag diese Passivität darin begründet, dass es bei der Entstehung des
Angriffs zwei Fouls an Krähenspielern gegeben haben soll, die ungeahndet geblieben
waren. In der 38. Minute war dann RSE-Keeper Marcel Maluck zur Stelle, als er einen
strammen Schuss von Andreas Bart mit einem Starken Reflex abwehrte. So ging es beim Stand von 1:2 in die Halbzeitpause.
Die zweite Spielhälfte war keine fünf Minuten alt, als es zu einigen kontroversen
Diskussionen kommen sollte. Grund war eine Elfmeterentscheidung zugunsten der
Gäste, die nicht nur KK-Trainer Ingo Trebing als „merkwürdig“ bezeichnete. Es gab
wohl einen Kontakt zwischen einem Krähenwinkeler und einem Ramlinger, wie es
ihn mehrfach in jedem Spiel gibt. Kirill Weber legte sich den Ball zum fragwürdigen
Strafstoß zurecht und erhöhte auf 3:1 für den RSE. Die 72.Minute brachte dann einen
weiteren Elfmeterpfiff, diesmal auf der anderen Seite. Sinan Alin war im Strafraum
zu Fall gekommen. Ein strafwürdiges Vergehen eines Ramlingers konnte jedoch kaum
jemand erkennen. So waren sich die Anhänger beider Lager einig, dass es sich hier
um eine sogenannte Konzessionsentscheidung gehandelt habe. Philipp Schmidt ließ
sich von den Provokationen von Maluck und dessen Tänzeln auf der Torlinie nicht
verunsichern. Ganz sicher verwandelte Schmidt mit einem halbhohen Rechtsschuss.
Die Hoffnung war zurück im rot-blauen Lager. Die Hoffnung darauf, dass der TSVKK
ein weiteres Mal in einem Heimspiel gegen ein Top-Vier-Team ungeschlagen bleibt.
Und die Hoffnung währte bis zum Schluss, denn in den letzten Minuten vergab der
RSE gleich mehrere hundertprozentige Torchancen. Weil es dem RSE nicht
gelang, das Spiel endgültig zu entscheiden und eine Nachspielzeit von fünf Minuten
generiert wurde, wünschten sich die Krähen noch einen letzten Konter, der doch
noch das 3:3 bringen möge. Es blieb beim Wunsch, am Ende stand ein Ramlinger
Auswärtssieg. Für den TSVKK ist es sicherlich keine Schande, gegen den Tabellendritten
mit einem Tor Differenz zu verlieren. Die Krähen haben momentan acht Punkte Vorsprung auf
den ersten Abstiegsplatz und in den nächsten Wochen die Gelegenheit, sich endgültig
von der riskanten Zone abzusetzen. Denn in den nächsten fünf Spielen geht es ausnahms-
los gegen Teams aus dem Tabellenkeller. Zunächst ist das ganze Augenmerk dem großen
Derby gewidmet. Am Sonnabend, den 21.April um 18 Uhr treffen der TSV Godshorn und
der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide am Godshorner Spielplatzweg aufeinander. Das
Hinspiel geriet bei Krähenwinkels 6:0-Sieg vor über 1000 Zuschauern zu einem wahren
Fußballfest – jetzt wollen alle ein weiteres Fußballfest feiern.

Mannschaft: J. Helms, A. Ulrich, Bart, S. Helms (ab 46.Alin), Pfeuffer, Heider (ab 72.Akrout),
Tegtmeyer, Legien, Mücke, Döpke (ab 60.Tasche), Schmidt Trainer: Trebing
Tore: 3.0:1 Aron Gebreslasie, 20.1:1 Philipp Schmidt, 35.1:2 Marvin Omelan, 49.1:3 FE
Kirill Weber, 72.2:3 FE Philipp Schmidt