Jubel nach erstem Saisonsieg

Oberliga: SCL verlässt den letzten Tabellenplatz

(rt). Spät, aber möglicherweise zum richtigen Zeitpunkt hat es beim SC Langenhagen endlich geklappt. Nach einer überzeugenden Vorstellung konnte die Partie beim VfV 06 Hildesheim mit 4:2 gewonnen werden. Und dies völlig zu Recht. Mit nunmehr vier Punkten verbesserte sich die Mannschaft von Trainer Stefan Gehrke um zwei Tabellenplätze. „Bis auf die 20 Minuten am Anfang der zweiten Halbzeit haben wir ein tolles Spiel gemacht und verdient gewonnen“, freute sich Gehrke über einen starken Auftritt seiner jungen Truppe. Der Heimtrainer Andreas Golombek sah ebenso den SCL als verdienten Sieger, ging mit seiner Elf jedoch hart ins Gericht. „Die erste Halbzeit hatte nichts mit Fußball zu tun. Wir haben arrogant und überheblich gespielt.“ Womit er durchaus Recht haben sollte. Von Beginn an übernahm der SCL die Spielinitiative, ließ die Offensive des VfV vor 230 Zuschauern nicht zu Entfaltung kommen. Insbesondere die Aufstellung von Sotirios Panagiotidis als Staubsauger vor der Abwehr zeigte beim Gegner Wirkung. Auch im Spielaufbau überzeugte der ehemalige OSV-Akteur, zudem leitete er mit einem schönen Diagonalpass den zweiten Treffer ein. Für die Führung sorgte Matthias Wörner, der per Freistoß traf. Mit einem sicheren Vorsprung ging es in den zweiten Abschnitt. Nach einem viel zu schnellen Anschlusstreffer wackelte die Gästeelf dann bedenklich. Hildesheim machte nun mächtig Druck und schnürte den Gegner förmlich ein. Ein gut aufgelegter Jan-Niklas Kansteiner, viel Unvermögen und ein Abseitstor sorgten jedoch dafür, dass der Ausgleich verhindert werden konnte. Nach einem schönen Konter sorgte der agile Marvin Ibekwe für die Entscheidung. Als dann auch noch Georgios Tsakiridis mit einem Schlenzer nach schöner Einzelleistung traf, war die Partie entschieden. Tsakiridis musste später nach einem Ellbogenschlag im Luftkampf verletzt den Platz verlassen. Da hatte zwar Paul von Hinüber mit einem sehenswerten Seitfallzieher verkürzt. Am Sieg sollte sich allerdings nichts mehr ändern. Nur der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein? Zumindest sollte der Erfolg die Zuversicht, was die eigene Stärke angeht, zurückgebracht haben. Am Sonntag um 15 Uhr wird man sehen, was dieser Sieg wert ist. Dann kommt der Tabellenzweite aus Göttingen ins Walter-Bettges-Stadion.

Tore: 0:1 (21.) Wörner, 0:2 (26.) Ibekwe, 1:2 (46.) Kiene, 1:3 (72.) Ibekwe, 1:4 (76.) Tsakiridis, 2:4 (80.) von Hinüber

SCL: Kansteiner – Heider, Ibanez, Gieseking, Gassmann – Panagiotidis, Prats, Wörner, Schröder (60. Tsakiridis, 82. Kadir) – Trochymiuk, Ibekwe