Junge Krähen hielten in Silberrunde gut mit

Um jeden Ball kämpften die jungen Akteure im Finale. (Foto: O. Krebs)
 
Wer ist schneller? Der TSV KK I spielte ein gutes Turnier. (Foto: O. Krebs)

Benfica Lissabon holt sich den Titel beim internationalen Raddatzcup

(ok). Lang, lang ist es her: Die Älteren unter uns mögen sich noch daran erinnern, wann der Hamburger Sportverein in einem europäischen Finale stand. Richtig: 1983 war's, 1:0 endete damals das Endspiel um den Europapokalsieger der Landesmeister gegen Juventus Turin. Am Sonntag war es dann mal wieder soweit: HSV gegen Benfica Lissabon hieß die Begegnung auf der Sportanlage des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide. O.k., es kickten nicht die Herren, sondern die Jungs aus der U 11, und es ging auch nicht um die Champions League, sondern um den Raddatz-Immobilien-Cup. Aber ein Hauch internationales Flair lag beim spannenden Finale doch über dem Waldsee.
Das Ende war für die Hanseaten allerdings nicht so glücklich wie vor 33 Jahren. 1:4 hieß es nach dem entscheidenden Neunmeterschießen, nach der regulären Spielzeit von zweimal zehn Minuten hatte es 1:1 gestanden. So kommt der Sieger des Turniers mit insgesamt 64 Teams aus der portugiesischen Hauptstadt. Und dabei war Benfica geradeso ins Finale eingezogen mit einem Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Besiktas Istanbul. Das Team vom Bosporus traf auf die starken Engländer von Manchester City und musste sich im Spiel um Platz drei deutlich mit 0:3 geschlagen geben. Viele Nachwuchsteams von Klubs mit Rang und Namen waren vor allen Dingen in der Gold- und Silberrunde, in der die 62 besten Teams gegen den Ball traten, am Start. Lech Posen, Odense BK, Roter Stern Belgrad und De Graafschap aus den Niederlanden um nur einige Namen zu nennen spielten in der Goldrunde ebenso wie die Nachwuchs-Lokalmatadoren von Hannover 96. Die Plätze eins und zwei in der Silberrunde belegten auch U11-Mannschaften von Vereinen mit internationalem Ruf: FC Sevilla und Dinamo Bukarest. In dieser Gruppe kickte auch erste Mannschaft der Gastgeber der E-Junioren des TSV Krähenwinkel/Kaltenweide nach einem vierten Platz in der Vorrundengruppe. Die Zehn- bis Elfjährigen schlugen sich beachtlich, zeigten über weite Strecken technisch anspruchsvollen Fußball und kämpften um jeden Ball. Am Ende des Turniermarathons über zwei Tage, der mit einem Sieg im Neunmeterschießen gegen Bele Barkarby aus Schweden endete, steckten den jungen Akteure die insgesamt 14 Spiele doch ganz schön in den Knochen. Ins Neunmeterschießen musste auch die zweite Vertretung der Krähen in ihrem letzten Turnierspiel. Der TSV KK II hatte aber das Nachsehen, unterlag dem FC Keatu aus Japan. Platz 16 in der Bronzerunde – so der Endstand für die zweite Vertretung der Krähen.
Bereits zum vierten Mal war der TSV KK Gastgeber beim Raddatzcup und machte auch dieses Mal deutlich, warum Organisator Fritz Raddatz immer wieder gern an den Waldsee kommt. Sowohl der Ablauf der Spiele als auch das ganze „Drumherum“, das viel Zeitaufwand in Anspruch nimmt, klappten reibungslos. Fußball-Abteilungsleiter Oliver Jung ist hochzufrieden, spricht von einem „tollen Turnier mit einem schönen Ergebnis“. Und weiß auch, wem er das zu verdanken hat: „Vielen Dank für eure tatkräftige Unterstützung beim Raddatzcup. Ihr habt alle dazu beigetragen, dass es eine sensationelle Veranstaltung geworden ist“, so sein Lob an die zahlreichen Helferinnen und Helfer aus dem Verein.