Kein Dreier in Überzahl

Sparta spielt gegen den TSV Bordenau 1:1

Die Vorzeichen für einen Heimsieg standen eigentlich nicht schlecht: Mit dem TSV aus Bordenau gastierte am Wochenende die Schießbude der Kreisliga Staffel 2 an der Emil-Berliner-Straße (zuletzt 7:33-Tore in vier verlorenen Oktober-Spielen!) und zudem hatte Übungsleiter Cenk Onulmaz endlich einmal wieder seinen kompletten Kader zur Verfügung, so dass mit Asare, Kreil, Sahin und Meloni vier sonstige Stammkräfte auf der Ersatzbank Platz nehmen mussten. Als dann beim Anpfiff des Unparteiischen Matthias Berkhahn gar nur zehn Gästespieler auf dem Rasen gezählt wurden, herrschte bei Spartas Anhang freudige Erwartung auf ein munteres Toreschießen.
Nahm man bei den Schwarz-Gelben die erste vergebene Torchance durch Sascha Besser in der 9. Minute noch einigermaßen gelassen hin, reagierte Onulmaz an der Seitenlinie nach einer halben ereignisarmen Stunde bereits leicht verärgert über die lässige Spielweise seiner Elf. Natürlich stand der Tabellenletzte sozusagen mit Mann und Maus am und im eigenen Strafraum, aber das ideenlose Anrennen seiner Mannen konnte ihm nicht gefallen. Das torlose Remis zur Halbzeit hatten sich die wacker kämpfenden TSVer redlich verdient zumal ihr Gehäuse im ersten Abschnitt nur noch einmal bei einem Kopfball des aufgerückten Christian Recht ernsthaft gefährdet war.
Mit der Einwechselung von Christian Kreil, der berufsbedingt derzeit kürzer treten muss und nur zu den Spielen anreisen kann, sollte das Abwehrbollwerk geknackt werden. Jedenfalls starteten die Hausherren zuversichtlich, allerdings auch zu sorglos, was völlig überraschend in der 55. Minute zu einem Gegentor durch Bordenaus einzigen Angreifer Giovanni Broccoli führte. Etwas von der Leidenschaft, mit der dieser Vorsprung von den dezimierten Gästen verteidigt wurde, hätte man sich an diesem Tage auch von den Spartanern gewünscht. Auch die Hereinnahme der etatmäßigen Stürmer Ufuk Sahin und Maurizio Meloni änderte nichts an dem konzeptlosen Spiel. Es bedurfte einer wohlwollenden Schiedsrichterentscheidung in der 67. Minute – Meloni kam im Zweikampf zu Fall – um durch einen von Benjamin Einenkel verwandelten Strafstoß zumindest zum 1:1 zu kommen.
Die größte Chance, diese verkorkste Partie doch noch als Sieger zu beenden, bot sich Sahin wenig später. Seine Aktion kam jedoch mehr einem Abwehrversuch denn einem Torschuss gleich.
Wortkarg zeigte sich hernach Onulmaz. Nach einer starken Leistung zuvor in Poggenhagen bei der unglücklichen 0:1 Niederlage und dem 5:4 Erfolg in Neustadt war er über das kollektive Versagen maßlos enttäuscht.
Am Sonnabend steht für Sparta um 14 Uhr das Derby mit der Reserve des TSV KK am Waldsee auf dem Programm. Die Gastgeber rangieren derzeit auf dem vorletzten Platz, was die Silbersee-Elf allerdings nicht zur Überheblichkeit veranlassen sollte.

Aufstellung: Thomas Möller; Christian Recht, Torsten Funke, Benjamin Einenkel, Kai Stebner, Frank Damitz, Andre Fischer, Emre Geltetik (58. Minute Maurizio Meleoni), Sascha Besser (64. Minute Ufuk Sahin), Yavuz Agirman (50. Minute Christian Kreil), Alexander Luft.