Keine Derby-Tore

Godshorn und der TSV KK trennen sich 0:0

Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel – dies trifft wohl auf den einen Punkt zu, den der TSV Godshorn und der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide nach dem Derby in der Fußball-Bezirksliga jeweils erhalten haben. Während die Krähen bei ihrem Vorhaben, in der Tabelle noch etwas nach oben zu schielen, nicht vorankamen, haben sich die Godshorner noch nicht aller Sorgen im Abstiegskampf entledigen können. Ein Remis war am Ende des Tages wohl ein gerechtes Ergebnis, doch hätten sich die Besucher an einem durchaus möglichen 2:2 oder 3:3 sicherlich mehr
erfreut. Doch beiden Mannschaften gelang es nicht, die vorhandenen Gele-
genheiten zu Toren umzumünzen. Die Heimmannschaft hatte in der Anfangsphase mehr vom Spiel und besaß auch die ersten Chancen, etwa als ein Freistoß von Javier Guerrero-Diaz über das Tor ging. Gleiches galt für den Schuss von Jonas Weyel aus kurzer Distanz. Und bei einer Möglichkeit für Jasper Fürst im Anschluss an einen Eckball war die Krähenwinkeler Abwehr auf dem Posten. Gefährlich wurde es für die Krähen auch in der 29.Minute. Joel Guerrero-Diaz zirkelte einen Freistoß an der gegnerischen Mauer vorbei. Der Ball setzte einmal auf und landete hernach
in den Armen von KK-Torhüter Leon Burkert. Der TSVKK hatte eine gewisse Anlaufzeit gebraucht, um ins Spiel zu finden, war dann in der Schlussviertelstunde der ersten Halbzeit die bestimmende Mannschaft. Gleich zweimal kurz hintereinander schoss Philipp Schmidt Freistöße in den Strafraum, deren Wege von Paulo Oliveiras Kopf zu dessen Leidwesen nicht im Tor, sondern daneben endeten. Und nach Lauri Schwitallas Schuss, der knapp neben den Kasten ging, brachte der starke Benjamin Sumpf eine maßgenaue Flanke in den Strafraum, wo Philipp Schmidt einen herrlichen Volleyschuss in Richtung Tor abgab. Ebenso schön anzusehen war die Parade von Godshorns Schlussmann Daniel Hoffmeister, der den Ball aus dem oberen Winkel fischte. Die Pause tat den Godshornern eindeutig besser als dem Waldsee-Team. Die ersten vier Torchancen in der zweiten Halbzeit hatten die Grün-Weißen. Erst hatte Maximilian Fuchs zweimal Pech, dann lief Tim Grieger allein auf Burkert zu, setzte den Ball schließlich jedoch neben den Pfosten. Und ein strammer Schuss von Jasper Fürst konnte von Burkert entschärft werden. Es brauchte bis zur 67. Minute, ehe der Gast seine erste Möglichkeit im zweiten Spielabschnitt hatte. Eine herrliche Linksflanke von Philipp Schmidt nahm Lauri Schwitalla volley, der Ball ging über die Latte. Kurze Zeit später hatte Daniel Hoffmeister Glück im Unglück. Ein schon sicher gefangener Ball rutschte ihm aus den Händen. Der Ball flog nach hinten, die Latte rettete für Godshorns Keeper. Da auch die letzten beiden Freistöße nichts einbrachten – Godshorns Joel Guerrero-Diaz schoss über das Tor, Krähenwinkels Paulo Oliveira blieb mit einem Kopfball nach Schmidt-Freistoß erfolglos – stand es noch immer 0:0, als Schiedsrichter Tobias Grohn aus Gronau den Schlusspfiff erklingen
ließ. Für den TSV Godshorn geht es am Sonntag um 15 Uhr beim Schlusslicht in
Mellendorf weiter, wo das Schustereit-Team drei wichtige Punkte einfahren will. Auf den TSV Krähenwinkel/Kaltenweide warten drei Heimspiele in Folge. Am Mittwoch um 19 Uhr steigt das Nachholspiel gegen den starken FC Mozaik Spor. Am Sonntag um 15 Uhr geht es dann im prestigeträchtigen Derby gegen den Tabellenzweiten TSV Stelingen, der mit der besten Abwehr der Liga aufwarten kann. Dennoch wollen die Krähen, die am Freitag darauf schließlich Niedersachsen Döhren empfangen werden, den Hinspielerfolg wiederholen.

Mannschaft TSV Godshorn: Hoffmeister, Javier Guerrero-Diaz (ab 70.
M. Linnenbrink), J. Schustereit, Joel Guerreo-Diaz, Weyel, Nwankwo,
Richert, Fürst, Grieger, Demir (ab 72. Bartel), Fuchs Trainer: G. Schustereit
Mannschaft TSVKK: Burkert, Sumpf, Cozzolino, Oliveira, S. Helms, Linne-
Mann, A. Ulrich, Schütz (ab 60. Bart), P. Schmidt, M. Ulrich, L. Schwitalla
(ab 70.Thiemann) Trainer: Schülke