Kitas gehören in Wohngebiete

Senioren-Union der CDU gegen Beschränkungen

Langenhagen. Der Vorsitzende der Senioren-Union der CDU der Kreisvereinigung Hannover-Land und der Stadtvereinigung Langenhagen, Eckhard Keese, wendet sich energisch gegen die Äußerungen des Landesvorsitzenden der Senioren-Union in NRW, Leonhard Kuckart, nach dessen Meinung Kitas nicht in Wohngebieten gebaut werden sollten. Anlass zur Meinungsbildung von Kuckart, dass „ ältere Menschen Ruhe brauchen und Kinderlärm krank macht und der Wert eines Kindes höher gestellt wird als der eines älteren Menschen“ gibt die geplante Änderung der Lärmvorschriften durch die Bundesregierung. Danach sollen Kindergeräusche künftig nicht mehr als „ schädliche Umwelteinflüsse“, sondern als „ sozial-adäquate Geräuscheinwirkungen“ eingestuft werden, die normal seien. Damit werden einerseits Klagen gegen Kinderlärm erschwert und andererseits das Bauen in Wohngebieten erleichtert. „Lärmschutz sollte ein unstreitig wichtiges Ziel aller Bevölkerungsgruppen für eine bessere Umwelt sein, und wir alle können durch unser Verhalten und durch technische und gesetzliche Regelungen für Maschinen und Arbeitsabläufe dazu beitragen; aber Kinder sind keine Erwachsene und keine Maschinen, Kinder sind unsere Zukunft und ein Glück für unsere Gesellschaft“, so Keese.
Die Planung und der Bau von Kitas in Wohngebieten sind so natürlich und zugleich zwingend wie gute Verkehrsanbindungen, Schulen und Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf. Wo, wenn nicht in Wohngebieten, gehören Kitas und auch Senioren- und Pflegeheime hin? Beide Einrichtungen haben nichts auf der „grünen Wiese“ fernab jeder Urbanisation zu suchen.
Mit der Äußerung „Kinderlärm nervt wie ein Presslufthammer“ stellt sich Kuckart nach Meinung Keeses ins Abseits und repräsentiert keineswegs das Anliegen und die Philosophie der Senioren-Union der CDU: „Union der Generationen – Gut für Jung und Alt“.