Krähen erkämpfen Punkt gegen Top-Team

Über Ostern zwei Landesliga-Heimspiele in Krähenwinkel

Ein dicker Brocken stand dem TSV Krähenwinkel/Kaltenweide am letzten Sonntag im  Heimspiel der Fußball-Landesliga gegenüber. Der Heesseler SV war gekommen und hatte einige stolze Werte im Gepäck. So hatte der HSV bis dato noch kein einziges Meisterschaftsspiel der laufenden Saison verloren, hatte sechs von sieben Auswärtsspielen gewonnen und konnte sich zudem mit der besten Defensive der Liga rühmen, die bislang erst neuen Gegentreffer zugelassen hatte. Als das Spiel am Waldsee beendet war, war der Heesseler SV noch immer ungeschlagen, und es war bei lediglich neun Gegentoren geblieben. Doch ein weiteres Auswärtsspiel zu gewinnen – das sollte nicht gelingen.
Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide hatte etwas dagegen. Mit einer starken und mannschaftlich geschlossenen Leistung verlangten die Rot-Blauen dem Tabellenzweiten alles ab und kamen beim 0:0 zu einem hochverdienten Punktgewinn. Als Trainer Ingo Trebing und Co-Trainer Christian Schnabel nach Abpfiff über die Frage sinnierten, welche Spieler diesmal besonders überzeugt hatten, begannen sie so viele Namen aufzuzählen, dass die Finger einer Hand nicht ausreichten, um dann zu der Erkenntnis zu gelangen, dass diesmal niemand gesondert hervorgehoben werden muss, da es von allen ein starkes Spiel war. Das Unentschieden war nach mehrheitlicher Meinung der Anhänger aus beiden Lagern ein gerechtes Ergebnis. Dennoch liegt es in der Natur der Sache, dass nach torlosen Spielen der Konjunktiv vielfach bemüht wird. Hätte der TSV KK eine der großen Chancen zum Ende der beiden Halbzeiten genutzt, dann wäre mehr möglich gewesen, hieß es auf der einen Seite. Doch wäre Torhüter Jan Helms nicht ein solch starker Auftritt geglückt, dann hätte man auch verlieren können, auch dessen war man sich einig. In den ersten 20 Minuten war es den Krähen gelungen, den Heesseler SV gekonnt vom eigenen Tor wegzuhalten. Dann wurden sie selbst wagemutiger und drangen einige Male in den gegnerischen Strafraum ein. Nils Tegtmeyer schoss in der 36. Minute haarscharf vorbei, danach wurde ein Kopfball von Marcel Kunstmann auf der Torlinie geklärt. Auf der anderen Seite stand die Heimelf hinten sicher. Andreas Bart und Andrè Ulrich erhielten durch starke Abwehraktionen Szenenapplaus der 250 Zuschauer. In der 60. Minute hielt Jan Helms seine Mannschaft mit einer starken Parade im Spiel, kurz danach bereitete Philipp Schmidt eine große Schusschance für Andrè Ulrich vor, der diese nicht nutzen konnte. Ein gefährlicher HSV-Freistoß durch Jan-Hendrik Matthes landete in der 75. Minute in der Krähenwinkeler Mauer. Und Heessels Patrick Schuder scheiterte innerhalb kürzester Zeit zunächst an Jan Helms, danach verfehlte er eine scharfe Hereingabe von rechts um Haaresbreite. Danach hatten die Krähen Glück, als ein Matthes-Schuss in das Toraus abgefälscht wurde. Die größte Chance bot sich dem Waldsee-Team dann in der 85. Minute. Philipp Schmidt spielte den Ball elegant in den Lauf von Felipe-Marcel Böttcher, der sogleich mit der Kugel am Fuß auf das Heesseler Tor zulief, dort jedoch in Keeper Marco Dubberke seinen Meister fand. Der TSV KK hat aus den beiden Spielen gegen den Zweiten und den Dritten der Tabelle starke vier Punkte eingefahren. Über Ostern stehen nun gleich zwei Heimspiele an. Am Ostersonnabend, 31. März kommt der SVBE Steimbke nach Krähenwinkel. Der Anpfiff erfolgt erst um 17.30 Uhr, so lässt sich die Partie sehr gut mit dem Bundesliga-Spiel von Hannover 96 und dem Osterfeuer am Waldsee verbinden. Einen schönen Abschluss der Osterfeiertage bildet dann die Begegnung zwischen dem TSV KK und dem Tabellenführer Hannoverscher SC. Am Ostermontag, 2. April wollen die Krähen dem Titelfavoriten ab 15 Uhr Paroli bieten.
Mannschaft: J. Helms, A. Ulrich (ab 70. Minute Hübner), Bart, Pfeuffer, S. Helms, Oakley (ab 77. Minute Böttcher), Mücke, Schütz, Tegtmeyer, Schmidt, Kunstmann; Trainer: Trebing.