Krähen ernten Glückwünsche, aber Punkte fehlen

Bitter Niederlage, SV Bavenstedt nutzte Stellungsfehler

Der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide war am vergangenen Wochenende einmal mehr auf Reisen – und erneut konnte der Fußball-Landesligist den fremden Rasen nach dem Abpfiff des Auswärtsspiels erhobenen Hauptes verlassen. Wieder hat das Team einen hervorragenden Auftritt hingelegt, hat sich selbst alles abverlangt und mit großer Leidenschaft unheimlich viel investiert. Aber: Das Wichtigste, die Punkte, die blieben aus. Die Reise ging am Sonnabend nach Hildesheim, wo der Stadtteilverein SV Bavenstedt auf die Krähen wartete. Der SVB spielte in der Vorsaison bis zum Schluss um die Meisterschaft mit. In dieser Spielzeit waren die Bavenstedter ihren Ansprüchen bis dato jedoch noch nicht gerecht geworden. So ging der Vorstand des SVB mit der Mannschaft denn auch hart in das Gericht und sprach im Vorwort der Stadionzeitung davon, dass nach den zuvor gezeigten schwachen Leistungen nun gegen den TSV KK Wiedergutmachung betrieben werden sollte. Die Krähen waren in der Anfangsphase des Spiels zunächst auf Sicherung des eigenen Strafraums bedacht. Sie machten die Räume eng, und so wurde es für die Gastgeber eine knifflige Aufgabe. Nach zehn Minuten hatte Bavenstedts Daniel Reuter die erste Torchance. Jan Helms konnte seinen Schuss mit dem Fuß abwehren. Später scheiterte Jan Laumann mit einem Flugkopfball. Doch auch der TSV KK hatte Offensivaktionen. Lauri Schwitalla probierte es nach 25 Minuten mit einem Schuss aus rund 20 Metern; und Bennet Behrendt, der von Philipp Schmidt gekonnt in Szene gesetzt worden war, schoss von rechts knapp über das Tor. Während die Krähen also vorne durchaus ihre Gelegenheiten hatten, schafften sie es lange Zeit mittels einer konzentrierten Leistung im Abwehrverbund ein Gegentor zu verhindern. Exemplarisch sei der Schuss von Jan Laumann in der 30. Minute genannt, den das Waldsee-Team abblocken konnte sowie der Nachschuss durch Daniel Hell, der ebenfalls folgenlos blieb. Die Zuschauer merkten, dass hier eine Mannschaft aus Krähenwinkel und Kaltenweide auf dem Platz steht, der eine klar formulierte Taktik verordnet worden war und die diese nun mit viel Spielintelligenz akkurat umsetzt. Auf der anderen Seite schien der SV Bavenstedt mit jeder weiteren misslungenen Aktion ein Stück weit unzufriedener zu werden.
Nachdem eine Stunde Spielzeit verstrichen war, lieferte sich Adrian Zimmermann ein Laufduell mit drei Bavenstedtern. Zunächst ging der Ball an die Gegner verloren, doch dann setzte Zimmermann noch einmal nach und erkämpfte sich den Ball zurück. Nun setzte er seinen Lauf in Richtung Strafraum fort. Dort schien SVB-Torhüter Nicolas Franzmann kurz davor zu stehen, die Situation zu entschärfen und den Ball zu sichern. Doch Adrian Zimmermann gab sich damit nicht zufrieden, lief den Torwart an, und dieser gab das Spielgerät doch noch preis. Zimmermann brachte seinen Fuß an den Ball, der Ball rollte über die Linie, und der TSV KK durfte mit seinem mitgereisten Anhang jubeln. Die Führung für die Krähen, sie war verdient. Und sie hätte ausgebaut werden müssen. Dennis Tasche hatte zwei große Gelegenheiten, auf 2:0 zu stellen. Beide Male scheiterte er jedoch. Dann wurde ein Kopfballtreffer von Lauri Schwitalla nicht anerkannt, da das Schiedsrichtergespann eine diskutable Abseitsstellung gesehen haben wollte. Fast im Gegenzug mussten die Rot-Blauen dagegen nach einem Stellungsfehler das 1:1 hinnehmen. Jan Laumann, der nach langer Verletzungspause erstmals wieder für den SVB auflief, war der Torschütze. Und dann wurde es noch ganz bitter für die Krähen. Wieder passierte ein ähnlicher Stellungsfehler, wieder war Laumann zur Stelle. Jan Helms war noch dran, aber auch er konnte das 2:1 nicht verhindern. Ganz am Ende hatte Andrè Ulrich noch Pech mit einem Pfostenschuss. So blieb den Krähen in einem Spiel, in dem sie drei Punkte absolut verdient gehabt hätten, am Ende nicht mal ein Zähler. Die Spieler ernteten ein großes Lob vom Trainer, Glückwünsche und anerkennende Worte von Zuschauern. Dennoch musste die Heimreise ohne Punkte angetreten werden. Die Leistung stimmt jedoch für die Zukunft zuversichtlich. Gelingt es dem TSV KK fortan konstant solche Leistungen abzurufen, dann wird es nur eine Frage der Zeit, bis dafür auch
der Lohn in Form von Punkten erfolgt. Die nächste Gelegenheit dazu besteht am Sonntag, 9. Oktober. Ab 15 Uhr haben die Krähen ein Heimspiel gegen die SpVgg Bad
Pyrmont.
Mannschaft: J. Helms, Tegtmeyer, F. Miener (ab 84. Minute M. Ulrich), S. Helms, A. Ulrich, Behrendt (ab 60. Minute Tasche), P. Schmidt, Mücke, Zimmermann (ab 74. Minnute T.Miener), W. Schmidt, Schwitalla; Trainer: Gehrmann
Tore: 61. Minute 0:1 Adrian Zimmermann, 72. Minute 1:1 Jan Laumann, 78. Minute 2:1 Jan Laumann.