Krähen leisten sich schwachen Tag

Beim FC Eldagsen findet der TSVKK nie wirklich ins Spiel

Bevor sich der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide am letzten Sonntag auf den Weg zum Auswärtsspiel beim FC Eldagsen machte, konnte er auf eine hervorragende Ausbeute aus den Duellen mit den Top Vier zurückblicken. Denn die vorigen vier Landesligaspiele bestritt das Waldsee-Team gegen die ersten Vier der Tabelle. Dabei blieb die Mannschaft ungeschlagen und holte starke acht Punkte. Am Sonntag waren nun gänzlich andere Vorzeichen gegeben, denn diesmal ging es gegen eine Mannschaft aus dem Tabellenkeller. Man durfte gespannt sein, wie die Krähen nun mit dieser Konstellation zurechtkommen würden. Der Beginn der Partie brachte jedoch Ernüchterung. Denn schon nach drei Minuten kassierte der TSV KK das 0:1 durch Andrè Gehrke. Das frühe Tor brachte dem Tabellenvorletzten Rückenwind, während es den Krähen nicht gelang, in die Partie zu finden. Der FC Eldagsen drehte auf und tauchte immer wieder gefährlich im Krähenwinkeler Strafraum auf. In der neunten Minute konnte KK-Keeper Jan Helms einen Schuss von Tilman Gust abwehren, der Nachschuss durch Jose Ruben Perez ging anschließend knapp vorbei. Dann gelang es den Krähen nicht, eine gefährliche Linksflanke zu verhindern, die Lucas Brünig in gute Schussposition bringen sollte. Dieser Ball landete noch knapp neben dem Pfosten, doch bei der nächsten Möglichkeit war Brünig zur Stelle und traf von rechts
zum 2:0. Der dritte Treffer sollte danach ebenfalls nicht lange auf sich warten lassen. Jan Helms konnte den Schuss seines letztjährigen Mannschaftskameraden Lauri Schwitalla, der seit Januar für Eldagsen spielt, noch mit einem starken Reflex abwehren. Doch von Helms Handschuh setzte der Ball zu einer Flugbahn Richtung Andrè Gehrke an, und dieser beförderte das Leder geradewegs in das Netz. Zu diesem Zeitpunkt waren gerade einmal 21 Minuten gespielt, dennoch musste man von einem auch in der Höhe verdienten Drei-Tore-Vorsprung für den FC Eldagsen sprechen, die vor allem in Tilman Gust und Andrè Gehrke zwei Akteure hatten, die die Krähen kaum in den Griff zu bekommen vermochten. Aber dann keimte beim mitgereisten Anhang der Rot-Blauen Hoffnung auf, denn zumindest in der Schlussphase der ersten Halbzeit sahen die Zuschauer eine spielstarke Gastmannschaft. Philipp Schmidt zwang Eldagsens Schlussmann Marcel Bürst in der 35. Minute zu einer starken Parade. Kurz danach bekam Rune Flohr den Ball im Strafraum unglücklich an die Hand, und Schmidt konnte den daraus resultierenden Elfmeter mit einem platzierten Rechtsschuss sicher verwandeln. Vielleicht tat es den Krähen nicht gut, dass es nun Zeit für die Halbzeitpause war. Denn an die Leistung seit der 35. Minute konnten die Rot-Blauen nach dem Seitenwechsel nicht mehr anknüpfen. Der FCE agierte seinerseits nun deutlich passiver als im ersten Spielabschnitt, so dass die Partie nun an Attraktivität verlor. Schiedsrichter Gordon Eckert schickte aus beiden Mannschaften jeweils einen Spieler vorzeitig zum Duschen. Bei den Krähen traf es Philipp Schütz, dessen rote Karte
eine äußerst harte Entscheidung für ein eher gelbwürdiges Foulspiel war. Und bei Eldagsen
war es Rune Flohr, der mittels gelb-roter Karte ebenfalls unfreiwillig das Feld verließ.
Als das letzte Tor dieser Landesliga-Partie gefallen war, war der Begriff „ausgerechnet“ wohl
einer der am häufigsten frequentierten, denn ausgerechnet der ehemalige TSV KK-Stürmer
Lauri Schwitalla war es, der in der 73. Minute den Endstand von 4:1 herstellte. Lange kann sich der TSV Krähenwinkel/Kaltenweide nicht grämen, denn bereits am Dienstag, 10. April, geht es in der Landesliga weiter. Um 19.30 Uhr beginnt das Nachholspiel beim TSV Pattensen. Diese Paarung hat es in der Historie siebenmal gegeben, und immer gewann
die jeweilige Heimmannschaft. Trotz der Personalnot werden die Krähen versuchen, diese
Serie zu durchbrechen. Am Sonntag, 15. April empfängt der TSV KK dann um 15 Uhr den SV Ramlingen/Ehlershausen am Waldsee.
Mannschaft: J. Helms, Pfeuffer, Bart, S. Helms (ab 27. Minute Tasche) , Tegtmeyer, A. Ulrich (ab 46. Minute Hübner), Schütz, Mücke, Oakley, Akrout (ab 56. Minute M.Ulrich), Schmidt;   Trainer: Trebing.